Band 
IV. Theil
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84Z 177. Lehren ö er Höfflichkeit.'

Lehren der Höfflichkeit und

d§um. 177.

i. Die Wiffenschafft der HisiorL, Welt-Beschrribung rc. richten wir dahin, daß einMensch von Jugend auf lehrne sich derselbenzu bedienen, und in seinen Leben zu zeigen, daßer wisse, daß ein Mensch nicht nur mit sichselbst, sondern auch mit andern zu thun ha«be. Einen solchen Menschen nun nennt manPolit, einen andern aber, wann er auch schonmanches in seinem Kopf gefaßt hätte,nennt man einen keäanrcn» ?olrron , oderTölpel.

2 Wie aber die Höfflichkeit zwar jeder«mann, so steht sie doch niemand besser an, alserstlich vornehmen Leuthen, und denen die vonAdel seynd, hernach aber der Jugend, welchewann sie Manier zu brauchen weiß, einFreudist aller Ansehenden.

z. Es besteht die Höfflichkeit in zweyenStücken. Erstlich in äusserlich» Ehrbarkeit,Sittsammkeit und feinen anständigen Gebär«den. Zum änderten in einem Gemüth, wel«ches in sich selbst gantz ehrbare Gedancken hat,und von denen Passionen, als nemlich vonZorn, Begierd, Traurigkeit, übermässigcr jFreud, ungezaumker Lieb sich nicht regieren