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ihre Gährung vollendet haben. Cap. 6. BeymAbziehen aus der Kufe sollte der Wein billigdurch Röhren geradesweges in die Tonnen ge-leitet werden, damit von dem brennbaren Weserrnicht so viel verlohren gienge. Die nehmlicheVorsicht braucht man auch beym Keltern. SeheVortheilhaft für einen Wein ist es, ihn auö derKufe gleich auf grosse Fässer oder Fuder zu zie-hen ; die unmerkliche Nachgährung geht hierinbesser von statten. Werden neue Tonnen hiezngebraucht, so müssen sie mit heissem gesalzenenWasser von allem fremden Geschmack befreyetwerden. Es ist ein übles Vorurtheil, wenn manglaubt, der neue Wein gewinne dadurch, wennman ihn auf alte Fässer oder Tonnen zieht, dienoch eine Menge alten Weinstein enthalten;nebst diesem, oder vielmehr unter diesem enthal-ten sie auch noch die alten Hefen , und es kannicht fehlen, daß durch die innere Bewegungdes neuen Weins beyde nicht sollen wieder auf-gelöset, die Gährung übertrieben, ja wohl garder Wein in die Essigsäure verwandelt werden.Man wagt also weniger, wenn aus alten Fäs-sern oder Tonnen erstlich der Boden ausgenom-men, und alsdenn aller Weinstein ausgekratzetwird.
Cap. 7. So lange wie noch die merklicheGährung in dem Fasse oder der Tonne daurek,müssen diese täglich aufgefüllt werden; wenn steKk r un-