Vl. Gmovejr Grundsätze der Oeksn. 5Zl
oder wenig zum Besten des StaatS beytrargen. Der aufgeklärie V. verlanget, daß dieGelehrten solche in eine wissenschaftliche Formbringen sollen; er verlangt in allen Schulen,höh n und niedrigen, den Unterricht in derMuttersprache, und wünscht, daß überall mehrdie nützlichen als die schönen und blos speculati»vischm Wissenschaften blühen mögen.
S. 540 vom Luxus und von den Künsten,die für denselben arbeiten. S- lsg erklärt derV. diesen streitigen Begriff also: Luxus ist dieBemühung, sich in seiner Klasse hervorzuthun,in der Absicht zu hsrschen, oder sich einer derobern Klaffen gleich zu machen, zwar nichtdurch die Quantität der Dinge, sondern durchdie Qualität, d. i. durch die geläuterten Ma,nieren zu leben. Also lebte man in einer Ge«sellschast von Menschen, wo weder Verschie-denheit der Klassen, noch Reichthümer wären,so würde man darin auch nicht sonderlich Ge«legenheit haben, sich durch die Manieren undBeschaffenheit der Lebensarten hervorzuthun;sondern die Personen würden sich durch dieHandlungen selbst unterscheiden; da würdealso kein Luxus seyn. Nach diesem Begriffe,sagt der V. S. ls8, giebt es auch eine Nach«eiserung im Luxus in einem Volke gegen dasandere, zum Beyspiele führt er die Gesand«schaften, die Feste, besonders die HochzektfesteLl 5 der