Band 
[Erster Theil.]
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H. AmandttS, Bischof zu Mastrichtund Apostel von einem Theil der Nie-derlande, starb i. I. 679. Er hatdie Abtty Elnore bey Lournay ge-stiftet.

Amasis, wurde von einem gemeinenSoldaten in Eaypten bis zum königli-chen Thron erhoben, gegen 569.1.v.C. G. Seine Unterthanen ver-achtrten ihn anfangs wegen seinesniedern Herkommens. Er über-wand aber ihren Widerwillen durchseine Sanstmuth »nd Klugheit, undsoll eine Verordnung gemacht haben,daß jeder Unterthan jährlich einemniedergesetzten Gerrchte anzeigenmußte, anf was Art er sich ernährte.

Ambigarus, König von ganz Gal-lien, zu Zeiten des Tarquinius Pri-scus etwan e 90. 1 . v. C. G. Liviusredt von ihm als von einem sehr mäch-tigen Prinzen.

Amboise, (Emerichvon) XI.. Groß-ineister vvm Johanniterorden, derdamals seinen Sitz zu RhoduS hat-te, war den ro. Jul. iso;. ausPeter von Aubusson gefolgt. Erwar zuvor Großprior von Frankreich,und wurde abwesend gewählt. Wi-der den Sultan von Egypten ge-wann er i. I. isio. an den Küstenvon Syrien bey Monte Negro einegrosse Schlacht zur See, in welcherder Neffe des Sultans umkam. Erstarb den i). Nov. ixir. zum grö-sser. Leidwesen des Ordens. Er war

° des berühmten Cardinais AmboiseBruder. Das Geschlecht von Am-boise , so eines der ältesten und be-rühmtesten in Frankreich ist, batseinen Namen von der Stadt Am-boise, die ihm zugchörte.

Amboise, ( Franz von ) ein schönerGest! aus dem XVI. Jahrhundert,

Am

verdient eine Stelle unter den be-rühmten Männern, die sich bloßdurch ihr Verdienst empor geschwun-gen haben. Er war eines Wund-arzt« bey Carln IX. Sohn, und wur-de von diesem Prinzen im Collegiavon Navarra unterhalten , wo erauch etliche Jahre gelehrt. Hier-aus legte er sich auf die Rechte, undwurde Advocat beym Parlament zuParis, lAaicres cles Kegueres, undzuietzt Staatsrath. Er folgte Hein-rich Ul. nach Polen, von welchemKönigreich er eine Beschreibung hin-terlassen. Man schreibt ihm dieAusgabe von Abälarös Werken zu,die in 4-1616. erschienen. Er hatzerschiedene theatralische Stücke ver»senilst, aber dieselbe niemals wollenduicken lassen. Dennoch haben sei-ne Freunde eine Comödie, dieNe»,poiiraneriimeir , erwischt undherausgegeben. Amboise hatte zweyBruder. Adrian, deri.J 1L16.als Bischof zu Lreguier gestorben ,und Jacob , welcher Doctor derArzneykunst und i. 1 .1794. Rectorder Universität Paris war.

Amboise, (Georg von) ein berühm-ter Cardinal, Erzdischof zu Rouenund Staatsminister Ludwigs XII.war vorher Bischof zu Montaubanund Erzbischof zu Narbonne gewesen.Aus seinen Vorschlag eroberte Lud-wig i.J. 1499. Mayiand. Manglaubt, daß er nach Alexanders VI.Tod zum Pabst würde erwählt wor-den seyn, wann ihn nicht der Car-dinal von Rouen durch seine Strei-che daran gehindert hätte, welchersich selbst, nach PiuS III. der nur16. Lag auf dem Stul saß, zur päbst«lichen Würde geschwungen. Amboi-se regierte sehr gelinde, und hattebeständig das Wohl der Religion,den Ruhm seines Königs und dieWohlfahrt der Völker vor Augen.Er that der Stadt Rouen viel Gu-tes, beschützte die Gelehrte, und re-

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