Band 
[Erster Theil.]
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begeben mußte, um nicht das Schick-sal des Socrates zu erfahren. Erstarb zu Chalcis ; r r. I. v. C. G.Don seinem Tod hat man viel ge-säbelt , besonders, daß er sich inden EuripuS gestürzt, weil er seineEbbe und Fluch nicht habe erklärenkönnen. Von der Pythias hatte ereine Tochter, welche an einen Enkeldes Königs Demaratus zu Lacedä-mon verheyrathet worden. Don ei-ner Beyschläferinn aber hatte er denNieomachus, an den er seine fibrösdsoraliuni überschrieben. Aristote-les hatte sehr viel Antheil an denHofangeleqenheiten des Philippusund Alexanders; er war kein Pedant.Don seinen Schriften haben wirnoch sehr vieles. Die brsten davonsind sein OrZLnon , so seine logicali-sche Schriften begreift; äs -^rrexosücn und ^rce itiewrica, wozuman auch noch seine Ilitiorism äs^mmaiibus zählen mag. Man hateine uiizähliche Menge von Kom-mentarien über seine Werke. SeinAnsehen war bis aus die Zeiten derReformation so groß, daß man ihnwohl gar aus der Kanzel erklärt hat.Wie weit einige in ihren Lobeserhe-bungen gegangen , kann man beymBayle in den Anmerkungen H und Idieses Artikels lesen. Besondersaber verdient des Launoi Buch äsVaria eVrilkorelis torrunr gelesenzu werden.

Ar>st§xe„lis,von Tarent, desAristo-teles Schüler» stieß nachqrhendsSchmachreden wider seinen Lehrmei-ster aus, weil ihm nach dessen TodLheophrastus auf dem peripatetischenLehrstul vorgezogen worden. Er hat^ sehr vieles geschrieben, wovon man^ noch die Bücher äs Llemenris liar-moniciL hat.

Artus, der Stifter der ArianischenKetzerey, war auS Lybien, an denEgxptischen Gränzen , oder nach desPhotiuS Bericht, aus Alrxaudrie«

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gebürtig. Petrus, Bischof zu Alex«andricn, machte ihn anfangs zu ei«nem Diaconus, setzte ihn aber we«gen seine« unruhigen Kopfs wiederab; doch wurde er vom BischofAchillas wieder angenommen, undaus versprochene Besserung zum Pres«bytcr gemacht; als er aber, nachdes« Achillas Tod, die bischöflicheWürde zu Alexandrien nicht erhal-ten konnte, sondern diese vielmehrdem Alexander überlassen mußte,feindete er diesen heftig an, undbrachte allerhand Neuerung»« aufdie Bahn. Als nun der Bischoföffentlich lehrte, Christus, der Sohl»ELtles, fty einerley Natur mitdem Vater, und müsse aus gleicheWeise, wie der Vater, verehretwerden, behauptete AriuS das Ge-gentheil , und gab vor, der Sohnsey eine Creatur , und nicht von E«wigkeit gewesen. Alexander suchteihn zwar aus bessern Weg zu brin«gen; als aber alfts nichts verfange»wollte, that er ihn in Bann. Ariuswendete sich hierauf an den BischofEuscbius von Niromedien, der beyder Prinzessinn Constantia, Constan«tins Schwester, in grossen Gnade»stund, und den Arius sogleich iaSchutz nahm. Nach zerschiedeneakleinern Versammlungen der Geist-lichkeit wurde endlich Arius aus derallgemeinen Kirchenversammlung zuNicäa i. I. verdammt, uul»des Landes verwiesen. Nach dreyJahren brachte es des Euiedius Par-they dahin, daß er zuruckberuffeawurde. Er überreichte dem Kay-ser ein Glaubensbekänntniß, welchesso listig abgefaßt war, daß sich derKayser damit begnügen ließ. Alleinweder Athanasius, so entzwische»auf den Alexander gefolgt war, nochdas Volk wollten ihn in ihre Gemein-schaft aufnehmen. Anus begab sichhieraus i. I.; z f. zur Kikchenver-sammluog, so zu Tprus wider den