Band 
[Erster Theil.]
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ren wurde er wegen des exorcistischenStreits von Calvinisten , denen ersich widersetzt, von da vertrieben.Kurz hernach wurde er zur St Ni-rolauskirche nach Quedlinburg bcrus-fen, wo er 9. Jadre seinem Amtmit allem Eifer vorstund. Hierschrieb er seine Iconogrg^binmoder Bericht von den Bildern.1599 erhielt er einen Ruf zur St.Martinskirche zn Braunschwcig,welchen er auch annahm, mußre abcrvor seinem Abzug noch viele Veisol'gung in Quedlinburg erdulden; dochgab ihm dasiges Ministerium deni;. Jul. '599. »och ein schönesZeugniß mit aus den Weg. ZuBraunschweig arbeitete er mit vie-lem Seegen, weiches ihm aber auchgrossen Neid und Verfolgung zuzog.Da er am meisten im Gedränge war,erhielt er >608. einen Ruf zum Pa-storat zu Eisleben, dem er auch umso williger folgte. Er war zugleichAssessor des Consistorii zu Eisleben.Nach dritthalb Jahren aber >6n.trug ihm Herzog Georg die Super-intendentenstelle in Zelle an. Er»lahmste nachreifferUeberlequng an,diente seinem GOtt mit seiner ge-wohnten Treue, und starb daselbstden 11. May 1621. Er war beyallen seinen widrigen Schicksalen ge-lassen und sanstmüthig, und dabeysehr freygebig. Man will ihm nach-gerechnet haben, daß er jährlich mehran die Armen ausgetheilt, als seineBesoldung betrug. Zu seinen Schrif-ten gehören, nebst vbenberührterIconoxrLpbi» , eine Postill über dieSonn- und Festtags Evangelien; eineErklärung des Psalters in 4si-Pre-digten; eine Catechismiis-Erklarung;I^lierium Iniguitsri« ; Paradies-gäniein, so ein vortrefliches Gebe«,buch ist, und besonders vier Büchervom wahren Christenthum, so seinerDortrefiichkeit wegen in mancherleySprachen übersetzt worden, dabey

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aber auch vielen Anfällen seiner Geg-ner , vornenilich der damaligenKanzlers zu Tübingen D. Lucas O-siandcr ausgesetzt war. Arnd hatsich in Uepenlione ^pologericn sel-ber vertheidigt, und fausten aucheben so viele Gönner als Gegner ge-funden- Joh. Gottlob Stolz Gott-lieb Wernedorf und Gottfr. Baliha-sar Scharf haben eigene Schriftenvon den Schicksalen dieses Buchsherausgegeben, welches auch seinenwahren und recht grossen Werth im-mer behaupten wird. Hiernebstaber hat man auch Arnden Bücherzugeschrieben, die keineswegs vonihm sind: als Inkormstorium öi-blicum; Nylberium 6e Incsrna-rione verdi, u 0 M.

Arnell, ( Loren; ein SchwedischerGvttesqclchrter, gebohren z» Stock-holm iLzy. der als Hauptpastor da-selbst den 27. Jan. 1742. gestorben.Er hat 6e krLroxntivis lingure8uecnn°e, und zu Wittenberg einvilpm. 6s Hieoloxia IrreZeniri ge-schrieben.

Arngrrm, (Jonas) ein Isländer,war Prediger zu Mclstadt, undCoadjutor des Bischofs zu Hola,wollte aber nicht Bischof werden,sondern bat den König, einen an-dern dazu zu machen, der wenigerLust zum Studiren habe als er.Ungefähr in seinem 8 ästen Jahr hey-rathete er noch ein junges Mädchen,und starb 1649. Seine Schriften be-treffen meistens die bürgerliche undnatürliche Geschichte der Insel Is-land ; besonders hat er seine Nationgegen die Vorwürfe des BieskeniuSvertheidigt.

Arnigius, (Barthol.) s. Arm«.

Arnisäus , (Hunning ) gebürtigaus Schlanstedt bey Halbcrstadt, hatsich zu Anfang des XVII. Jahrhun-derts sowohl in der Arzneykunst, alsHistorie und Politik berühmt ae«H; macht.