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so zu Lyon Isro und zu Basel I f 8 f.in Folio zusammengedruckt worden.Man hat ihm auch, wiewohl ohneGrund, das Buch äs Indus Imx>o-Koridus zuschreiben wollen. Obnun gleich Arnold in einigen Stückenvor einen Zeugen der Wahrheit gel-len kann, so ist doch auch nicht zuläugnen, daß er sich in der Astrolo-gie vertieft, und das Ende der Weltauf die Mitte des XIV. Jahrhun-derts prophezein wollen.
Arnold, (Christoph) ein in der A-stronomie wohlersahrncr Bauer zuSommersfeld bey Leipzig, der > 6 8;.den grossen Cometen, drey Jahrehernach einen andern,und 1690. denMercuru-s in der Sonne beobachtethat. Der Rath zu Leipzig machteihm vor seine Bemühung ein Ge-schenke , sprach ihn auf Lebenslangvon allen Abgaben frey, und ließnach seinem Tod sein Bild auf dieRatbebibliotheck setzen, wo sich auchein Theil seiner astronomischen Be-obachtungen befindt; er starb 1697.
Arnold, (Gottfried) ein LutherischerGottesqelchrtcr, gebohren zu Anna-berg den s. Sept. i6üs. studirte zuWittenberq, wo er 1686. Magisterwurde. 1-697. wurde er Pros. derGeschichtkunde zu Giessen, legte aberbiß Amt bald wieder frcywillig nie-der, wovon er 1698. die Ursachenin killst besondern Schrift : Of-fenherzige Bekännmiß, wel-che bev unlängst geschehenerVerlaffrmg eines academi-fchen Amrs abgelegt worden,angezeigt hat. 1700. wurde erPrediger bey der verwittibten Her-zoginn von Eisenach zu Altstadt; so-bcnn Jnspector zu Werben, und end-lich Pastor zu St. Jacob und Jn-spector zu Perleburg in der Priequitz,wie auch königl- Preussischer Histo-riographus, wo er den -c>. May1714. gestorben. Arnold war ein
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Mann von vorzüglichen Gaben undeiner grossen Belesenheit, der aberdarneben viele besondere Meynun-gen gehegt, wodurch er sich in vieleStreitigkeiten verwickelt hat. Sei-ne ^ asketische Schriften sind allzu-schvn, als daß man ihm nicht eingutes Herz zutrauen sollte. SeinGrundsatz war wohl, daß man dieEchuiwissenschaft ganz aus der Got-tesgclahrheit verbannen, und dasChristenthum, ohne vielen Unter-schied der Religionen zu machen, inaller Einfalt in der Liebe suchen soll-te. D iß mußte ihn nothwendigerWeise zu einem Feind aller systema-tiichen und nach genau bestimmtenBegriffen abgemessener Lehrart,und hingegen zu einem Freund undVertheidiger aller deren machen,welche von dem gemeinen Lehrbe-grif der Kirche abgewichen sind.Auf diese Art fand er in den soge-nannten Orthodoxen lauter herrsch-süchtige Leute und Verfolger, derengeringste Mängcl er ungemein häß-lich darstellt; in den sogenannten Ke-tzern hingegen bloß unglückliche, da-bey einfältige und unschuldige Leute,ja Zeugen der Wahrheit. Seinemystische Theologie hat auch vielesdazu beygetragen. Seiner Schrif-ten ist eine ungemeine Menge. Dievornehmste sind: Erstes Mar-terthum; wahre Abbildungder ersten Christen; Unparskheyische Rirchen - und Reryerhiftorie, wovon 1740. i»Schafhausen eine neue und verbesser-te Ausgabe, in z. Foliobande», ansLicht getreten, in welcher nicht nurans Arnolds übrigen Schriften vie-les zur Erläuterung und Ergänzungeingerückt, sondern auch die darübergewechselte Streitschriften in einersehr schönen Ordnung beygefügtworden sind: das Geheimnißder göttlichen Sophia; Er-klärung vom Sektenweftn,H 4 Rirr