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der ganz Asien überschattete, welchesdie Wahrsager dahin deuteten, daßdieser Prinz sich viele andere Königeunterwerfen würde. Asiyages fürch-tete sich selber vor diesem Traum,und» gab das Kind, welches Man-dant gebahr, seinem vertrauten Har-pagu«, es umzubringen. Mein die-ser erhielt es beym Leben, worüberaber der Astyuges so ergrimmte, daßer dem Harpagus seinen eigenenSohn zu essen aufstellte. Harpagusrächete sich aber auch zu seiner Zeit;entdeckte dem Cyrus seine Geburt,und hals ihm, seinen Großvater vomThron zu stoffen, 559. 1 . v. C. G.So erzählen Hrrodot und Justindie Sache; ganz anders aber Leno-phon, welcher auch hierinnen aller-dings mehr Glauben verdient.
Astyanax, des Hectors und der An-drowache einiger Sohn, wurde nachder Eroberung Troja ungefähr, -40.-I. v. C. G. über die Mauren ge-stürzt , weil Calchas vorher sagte,daß er, wenn er beym Leben bliebe,den Tod feines Vaters rächen, unddiesen an Tapferkeit noch übertreffenwürde.
Atabalipa , ein berühmter und sehrreicher König in Peru, aus demGeschlechte der Jncas , war ebenmit seinem Bruder Guascar wegender Reichssolge im Krieg begriffen,als die Spanier unter dem Franci-scus Pizarro in Peru anländeten.Die Spanier bezeugten sich anfangsgar höflich gegen ihn ; als ihm aberein Spanischer Bischof, Dicentiusde Dalverde, sogleich vom christli-chen Glauben vorredete, und zu die-sem Ende dem Atabalipa dasEvan-gelienbuch iu die Hand gab; dieseraber das Buch zur Erden warf, weil«S nicht mit ihm redete, wie er ver-muthet, so brachen die Spanier los,brachten die Peruaner durch ihr Ge-schütz und Renterey leicht in die
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Flucht, und nahmen den König ge-fangen- Dieser versprach vor sein«Befreyung so viel Goldes, als inein geräumiges Gemach gehen wür-de, welches auch bey nahe vorhan-den war, als ihn Don Diego de A-liiagro, der mit frischen Spaniernangekommen war, in Abwesenheitdes Pizarro 1x5;. erdrosseln ließ,nachdem Atabalipa kurz zuvor seinenBruder Gnasear hatte hinrichtenlassen.
Aralanta, des Schoeneus, Königsin Scyrus, Tochter, wurde vonzerschiedenen Prinzen zur Gemahlinnbegehrt; ihr Vater aber wollte sienur demjenigen geben, der sie imLauf überwinde» würde. Hippo«menes warf, auf den Rath der Ve-nus, drey göldene Aepfel in Weg,welche Atalanta aufheben wollte, sichaber dardurch verspätete, daß Hip«pomenes den Sieg und die Atalan-ta selber davon trug. Eine andereAralanra, des arkadischen Kö-nigs Jasius Tochter, wird vomHieronymus wegen ihrer Keuschheitund Tugend gerühmt.
Atsalarich, König der Ostgothen,folgte i. I. s,L. dem Theodorich;verkürzte sich aber durch sein Schwel-gen das Leben , und starb 5)4.
H. Achanastus , Patriarch zu Alex-andrien, war ums J. ,96. von vor-nehmen Eltern daselbst gebohren.In seiner Jugend soll er eine Zeit-lang bey dem berühmren EinsiedlerAntonius gewesen seyn. Im Jahr)rs. gieng er mit dem BischofAlexander auf die Kirchenversamm-lung zu Nicäa, und vertheidigte all-da, ob er gleich nur Diaconus war,die rechtgläubige Lehre mit vielemBeyfall. Das Jahr darauf wurdeer auf den Vorschlag des Alexan-ders sein Nachfolger aus dem Aler-andunischen Stuhl. Wie aber dieArianer einen heftigen Widerstandbey ihm fanden, griffen sie ihn mit3 » man-