Band 
[Erster Theil.]
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Flucht zu ergreiffen. Als in ebendiesem Iahe Mahomet II. gestor-den, suchte einer seiner Söhne/ Zi-»imus, Sicherheit in Rhodus. DerGroßmeister nahm ihn mit vielenEhrenbezeugungen auf. Er bemühtesich nachhero, einen Kreutzzug widerdie Türken zu Stand zu bringen/ be-förderte das Beste deS Ordens undder Religion durch sehr weise Ein»richtungen/ und starb ju Rhodus denz. Jul. rso;. ungefähr im 8 ostenJahr. Der P. Bouhou'.s hat seinLeben beschrieben.

Aubuffon, (Fran» Mcomte von)Herzog cle la rsuillL-ie, Pair undMarschali von Frankreich/ gebühren16,8. zeigte seine Tapferkeit in demTreffen bey Rhetel <651. in denBelagerungen von Mouson, Valen-rienneS und LandrecieS/ und gegendie Türken in der berühmten Schlachtbey St. Gothard. > S74. nahm erdas St. Stephansschloß bey Besän-^on mit dem Degen in der Fausthinweg/ zu welchem er durch sästunzugängliche Wege gekommen war.Diß trug ihm den Marschallsstab ein.1686. ließ er Ludwig XIV. dieprächtige Bildsäule aus dem Platz«ies ViÄoires zu Paris ausrichten /auf deren Verfertigung und bestän-digen Unterhaltung er ungemrineSummen verwendt/ und starb plöz-

sich >691.

Aubuffon / (Georg von ) des vor-hergehenden Bruder/ wurde 1649.Erzbischof zu Embran/ i6sy. Ge-sandter zu Venedig und 1681. amSpanischen Hof. Er bewog den Kö-nig in Spanien/ daß er den Mar-quis von Fuentes nach Frankreichschickte/ um die Beleidigung wiedergut zu machen / womit der spanischeGesandte am englischen Hof denGrafen von Estrades den 10. Oct.1661. zu Londen angegriffen hatte.Der Marquis von Fuentes erklärteden,4. Merz 1662. im Louvre in

Gegenwart der Prinzen vom Geblüt,des päbstlichen Nuncius / aller aus-wärtigen Minister und Abgesandten,und des ganzen HofeS, daß der Kö-nig in Spanien seinen Gesandtenund Minister» an allen Höfen be-fohlen habe, den französischen Mi-nistern nud Gesandten den Vorgangzu lasten. Der Erzbischof von Em-bran erhielt zerschiedene Abtryrn,wurde >668. Erzbischof zu Metz,und starb den 12. May »6-7. im88sten Jahr.

Aucour, (Joh.Barbier von) sieheBarbier.

Audeberr, ( Germanus) ein berühm-ter Rechtsgelrhrter und guter Dich-ter aus Orleans gebürtig, wo erauch den 24. Der. 1598. über »o.Jahr alt verstorben. Er hat Rom,Venedig und Reapel in schönen Ge-dichten erhoben, welche in den Os-Ucüs koerarum Oallorum stehen.

Audeus, ein Jrrlehrer des IV. Jahr-hunderts ; feyrete das Osterfest aufjüdische Weise, und behauptete, dieAehnlichkeit des Menschen mit GOttmüßte im Leibe des Menschen ge-sucht werden, weswegen man ihnund seine Anhänger vor Anthropo-morphiten gehalten. Petavius aberhat ihn dargegen vertheidigt. Erstarb nach unter den Gothen,die er zum Christenthum bekehrenwollte.

Audoenus, s. Vwenvs.

Audran, (Gerhard) einer der be-sten Kupferstecher, die Frankreichgehabt, war aus Lyon gebürtig,und starb zu Paris 170;. im ErstenJahr. Sein Bruder ClaudiusAudran war ein guter Mahler,und starb 1684. im 4)sten Jahrals Professor bey der Mahleraca-demie.

Aveiro,