Z29 Da
Morden, lehrte die Weltweisheit zuAnnecy in Savoyen, und war ei>mr der ersten, so vom Aristotelesabgieng. Er kam darauf nach Pa-ris, trug vieles zur Aufbauunq desBarnabitenklosterszu Montargis bey,und starb in demselben den r;. Der.
16, r. Seine Schriften sind: Vra-noscopin ; iiovre oyiniones xk^-sic-e, erc.
Bararier, (Joh. Philipp) ein früh-zeitiger Gelehrter, der alseinWun,der unsers Jahrhunderts angesehenwerden kann, wurde den iy. Jan.
17, >. zu Schwabach in Franken ge-bohren, wo sein Vater Franz Basratier damals französischer Predi-ger war. In seinem dritten Jahrkonnte er schon fertig lesen, und imvierten vollkommen französisch unddeutsch, im fünften aber lateinischreden. Er lernte alle diese Spra-chen aus dem blossen Umgang, daer mit seinem Vater lateinisch, mitder Mutter französisch, und mit demHausgesinde deutsch zu reden pflegte.Im sanften und sechsten Jahr lern-te er griechisch und hebräisch, so daßer im achten Jahr den hebräischenGrundtext völlig verstand, woraufer das Rabbinische, Syrische, Cbal-daische und Arabische angrief. Imdreyzehenden Jahr halte er sich schondie meisten Kirchcnscribenten be-kannt gemacht, und legte sich nunmit Ernst auf die Kirchengerichteund die Alterthümer. Unter diesenBeschäftigungen kamen ihm 17;-».eine Erd- und Hinimelskugel unterdie Hände, worauf er sich mit sol-chem Fleiß auf die Sternkunde unddie dahin einschlagende mathemati-sche Wissenschaften legte, daß erbald darauf seine Gedanken von Aus-sindung der l.oiigicuclini 8 Claris denGesellschaften von London und Ber-lin zuschicken konnte; die erste ant-wortete ihm sehr gütig, und die an-dere nahm ihn linier ihre Mitglie-
Ba z 30
der auf. Als sein Vater 17) f- nachStettin beruffen wurde, und mit sei-nem Sohn durch Halle rechte, wurdedieser aufVeranlassung des Kanzlersvon Ludewig ohne Entgelt) zumMagister gemacht, wobey er 14. vonihm selbst aufgesetzte Sätze aus derPhilologie, Critik, Philosophie undAstronomie drey Stunden lang mitvieler Fertigkeit vertheidigte. ZuBerlin und Potsdam wurde er vomKönig und dem ganzen königl. Hau-se mit Gnadenbezeugungen über-schüttet ; und damit es ihm nicht anGelegenheit fehlen möchte, sich nochin den übrigen Theilen der Gelehr-samkeit umzusehen , wurde sein Va-ter nicht nach Stettin, sondern nachHalle an die dasige französische Kir-che befördert, dem zugleich aufge-tragen wurde, seinen Sohn von denmathematischen und andern Wissen«schasten abzuziehen, und zur Rechts-gelahrheit anzuweisen. Er hortealso zu Halle die vornehmsten Lehrerder Rechte; legte aber doch die ma-thematische Wissenschaften nicht garbeyseite, wie er denn 17)--. seineGedanken von der I-ongiruäine Cla-ris, nach einer reifernAusarbeitung andie Academiezu Paris überschickt, undeine sehr höfliche Antwort dargegenerhalten hat. Inzwischen da er vonNatur von zimlich schwächlicher Lei-besbeschaffenheit war, so zogen ihmseine viele Geschäften eine Auszeh-rung zu, woran er den f. Octob.1 740. gestorben, nachdem er nur>y. Jahr, 8. Monat und 16. Tagegelebt, wobey noch besonders anzu-merken, daß er bis in sein zehendesJahr täglich >Stunden, und vonda an bis an seinen Tod immer 10.Stunden im Bette gelegen. SeineSchriften sind: Irrere 5 ur uns nou-vells eclition cls laNikis kekraigne,ckaiüsigue cc rabbinigue, so in derLikiiokk. Oerman- steht, und eineFruchtscines rüsten Jahrs ist; Vois-L; 8»