Band 
[Erster Theil.]
JPEG-Download
 

395

Be

Be

;y6

Priester geweiht, ob er gleich daserforderliche Alter noch nicht hatte.Nachdem er sich sieben Jahr in denNiederlanden aufgehalten, kehrte erwieder nach Italien, und war dererste aus seinem Orden, der zu Romdie Religionsstreitigkeiten gelehrt.Bald daraus gab ihn Sinus V. syo.seinem L-aalen, den er nach Frank,reich schickte, als Lheologus zu,dessen er sich bey vorkommenden Fal-len bedienen sollte. Nach io. Mo-naten kehrte Bellarminus wiedernach Rom, versähe zerschiedene Be-dienungen des Ordens , und wurde

i r^. zum Cardinal gemacht. Wenn

es wahr ist, was einige sagen, sohat man ihn zur Annehmung dieserWürde jwingen müssen. Nach dreyJahren erhielt er da« ErjbisthumCapua, dessen er sich aber -6of.wieder begab, weil ihn Pabst Pan>lus V. näher um sich haben wollte.Er wurde daher in mancherley wich-tigen Geschäften gebraucht, bis ersich ,6rr. aus dem Vatican in einHaus seiner Gesellschaft begab,worinn er den -7. Sept. eben diesesJahrs starb. Die eine Halste seinerSeele soll er der Jungfrau Maria,die andere aber dem HErrn Christovermacht haben. Er soll jweymal,nemlich in den Conclaven Leo XI.und Paulus V. nahe bey der päbstli-chen Würde gewesen seyn, woranihn aber, nebst andern Ursachen,auch diese gehindert, daß er ein Je-suit war. Er hat sich am meistendurch sein Opus Oonrroverstsruinberühmt gemacht, welches zuerst zuJnqolstgdt -s86. in Folianten,und hernach mchrmalen herqusge-kommen. Seine übrige Schriftenhat man in Folianten 1617. zuLöwen, und >711. zu Venedig in r.Folianten zusammengedruckt. SeinTrack, ste Scriproridus LcclelislU-cis wird besonders werth gehalten,In seinem Buch; sto komm,» von.

tlkes hat er dem Pabst nur eine in-ciiieSe Gewalt in weltlichen Din-gen zugeschrieben, worüber solches zuRom in den Inliicem libr. probid.gesetzt worden. Er hatte auch indieser Materie einen Streit mit Wil-helm Barclay, dem er einen Tract.äe koreckace üimmi komiücis inremporalibus entgegen gesetzt, wo-mit er aber in Frankreich sehr ein-gebüsset. Sein Leben hat JacobFuligatti italiänisch beschrieben, sohernach von andern in andere Spra-chen übersetzt, und mit mancherleyZusätzen vermehrt worden.

Bellay, s. Bellas.

Belle, (Stephan de la) ein vortres-licher Kupferstecher, gebürtig vonFlorenz, wo er grosse Gnade vomGroßherzog genoß, und 1664. starb.

Belleau, (Remigius) ein französi-scher Dichter, gebürtig von Nogentle Rotrou, diente anfangs im italiä-nischen Krieg, bekam darauf HeAussicht über Carl von Lothringen,nachmaligen ersten Herzog von El-bauf, und starb zu Paris >577. imrosten Jahr. Er übersetzte Ana-creons Oden in französische Verse,und schrieb noch andere Gedichte vonder Natur und dem Unterscheid derEdelsteine, welches letztere ihm vor-züglich Ehre macht. Seine Oevrespoerigues sind schon etlichemal her-ausgekommen.

Belleforest, (Franzvon ) ein fran-zösischer Edelmann aus der Graf-schaft Comminges, gebohren irzo.auf einem Schlosse bey Samatgn,studirte zu Bourdeaux, Tboulouseund Paris, hielt sich hernach in letz,tcrer Stadt auf, wo er sich aberbloß von Versmache» und Bücher-schreiben nähren mußte. Daher sei-ne Schriften, deren eine sehr grosseMenge ist, nicht wohl ausgearbeitetsind, so gar, baß man ihm die Stelle

eines