417
Be
Be
418
gelahrheit, und gierig darauf nachRom. Nachdem er sich in verschie-denen Legationen hervorgethan, w»r«beer r6n Cardinal, und erhieltdas Bisrhum Riet) in der Proven-ce nebst dem Protektorat von Frank-reich. Er legte aber letzteres wiedernieder, und starb zu Rom den 7.Sept. > 644. da er grosse Hofnunghatte, nachUrbansVUl. Tov Pabstzu werden. Man hat von ihmNachrichten von seinen lImi-ciaturen in Flandern undFrankreich: von dem Nieder-ländischen Rrieg; Briefe undandere Sachen in italiänischer Spra-che, so 1667. zu Venedig in 4. zu-sammengedruckt worden. Es ist ei-niges davon, um seines besondernWerths willen, auch ins Französische,Spanische, Englische und Hollän-dische übersetzt worden. Bentivogliostarb so arm, daß seine Derlassen-schaft nicht zugereicht, ihn zu begra-ben , gleichwie er auch noch bey Leb-zeiten seinen Pallast hatte verkauftenmüssen , um seine Gläubiger zu be-friedigen.
Benlius, (Joh.) s. Bencius.
Bentlep, ( Richard ) ein gelehrterEngelländer, gebohren 1661. in derGrafschaft York, machte sich zuerstdurch eine klpilkols 26 fok. Mlliumin der gelehrten Weit bekannt, wei-che er der Ausgabe des JohannesMalala, eines griechischen Geschicht-schreibers, ,691. zu Oxfort beyge-fügt hat. Nachdem der berühmteBoyle jährlich 70. Pf. Sterling voreinen Gottesgelehrten gestiftet hatte,welcher in 8. Predigten denUngrundder Ungöttcrey am besten zeigen wür-de, so war Bentley der erste, dersolche Predigten gethan. Sie sindzusammengedruckt, und nebst andernSprachen auch in die lateinische über,setzt worden, unterm Tit. Lmlrilia«k irrnlionndilnLZ ^rbeilmi, Bep-Hjstor. Handwörterbuch.
lin 1696. Bentley wurde 169;.kvnigl. Bibliothecarius, und 1700.Director des Collegii Trinitatis zuCambridge. 17-0. gab er unterden angenommenen Nahmen kblle-lenrberlus I^xiienlis die Fragmentedes Menanders und Philemons mitkritischen Anmerkungen heraus. Erwiderlegte auch Collins Abhandlungvon der Freyheit zu denken, gab son»sien viele alte griechische und lateini-sche Schriftsteller mit gelehrten An-merkungen heraus, und starb 174».In dem beruffenen Streit: ob denAlten oder den Neuern derVorzug gebühre? erklärte sichBentley vor die letztere, worüber ermit dem Ritter Temple zu thun be-kam, der die Vertheidigung der Al-ten auf sich genommen hatte.
Benyel, (Erich)ein bcrühmterErz«bischos und Vicekanzler, auch Doclorder Gottesgelahrheit und Bibliothe-carius zu Upsal, war von geringerHerkunft, that sich aber durch seineGelehrsamkeit hervor; reiset« durchDeutschland, Frankreich, Hollandund Engclland, wo er sich den allenGelehrten in Hochachtung setzte, undwurde 1666. Professor derGeschicht»kunde und Moral, bekam bald dar-auf die Theologie zu lehren; wurdeBischof zu Stregnes, und endlich1700. Erzbischos zu Upsal, wo erden 17 Febr. r 09. verstorben.Er hat 6s Viiiz karriarcbarum »und Lreviarium klik. Lscl Ver.er dlvvi lettam. a- ichmben. Sei-ne drey Söhne Erich, Jacobund Heinrich wurden eben so vieleberühmte Gvttesgelchrlen. Erich,ein sehr grosser Antiquarius, starb174;. als Erzbischos des KönigreichsSchweden und Pioianzler der Uni-versität Upsal, und hinterließ vieleSchriften, die zur Erläuterung deSAlterthums dienen; Jacob beklei-dete zuletzt gleiche Aemter, und starbden 14.Jun. 1747. ErhatUepe.
L> ttciove»