Band 
[Erster Theil.]
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im köniql. Collegio von Navarraund wurde den i6.May >65,. Do>ctor der Sorbonne. Er gierig hier-aus nach Metz zurück, wo er Cano-uicus war, und bald darauf Archi-diaconus und Decanus wurde. Nachder Zeit kam er wieder nach Paris,und predigte daselbst zur Adventsjett1661. und in der Fasten >66,. mitsolchem Beyfall vordem König, daßer ihn mehrmaleu miedet zu hörenverlangte, und den iz.Sept. 1669.zum Bischof von Condon; den n.Sept. 1670. zum Präceptor desDauphins; 1680. zum ersten Almo-senier der Dauphinin; folgendesJahr zum Bischof zu Meaux , undendlich > 697. zum königlichenStaats-rath und das Jahr darauf zum er-sten Almosenier der Herzogen vonBurgund ernannte. Schon 1671.war er in die Acadcmie francoiseund 1697. zum Superior des Coüe«gii von Navarra angenoinmen wor-den. Er starb den i». Apr. > 7^4-Toffvet bemühete sich vornemlich,die Reformirten in Frankreich wie-der zur Catholischen Religion zu brin-gen , so ihm auch bey manchen ge-lungen, worunter er vorzüglich denMarschall von Turenne gezahlt.Beym Pabst trug ihm dieser Eiferdie Ehre ein , llagellum bsereüco-rum qenennt zu werden. In dieserAbsicht hat er seine Leiposition äe laDoÄrine äe I'Lglile Lartioligue ge-schrieben, so fast in die meiste euro-päischen Sprachen übersetzt worden.Er wollte darinn zeigen, baß derUnterschied zwischen der Catholischenund reformirten Kirche nicht so groß,als man sich gemeiniglich einbilde,daher auch diese gar nicht Ursach ha-be, jene so sehr zu verabscheuen.Allein es ist bekannt, daßDossvet indiesem Werkchen in Vorstellung desLehrbegriffs seines Kirche nicht auf-richtig genug gehandelt; gleich wieauch nicht nur riele Cathslische Got-

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tesgelehrten insbesonder, sondernauch die Sorbonne selber, vielesdaran auszusetzen gefunden, so baßauch Boffvek die der Sorbonne vor-gelegte Ausgabe zu unterdrücken ge-sucht ; ja es konnte Pabst ClemensX. niemals, und Jnnocentius XI.erst im drtten Jahr seines Pabst«thums bewegt werden, selbige zubilligen. Seine übrige vornehmsteschriften sind: DiseourZ tue I'dlUoi-re Universelle, so er vor den Dau-phin geschrieben worden, und billichunter seinen Schriften oben an ge-setzt wird. Sie ist mm nicht nurins Deutsche übersetzt; sondern manhat auch eine Fortsetzung davon indeutscher Sprache , welche demBossvstischen Original den Vorzugallerdings streitig macht. FernerIraicö äe la (Kommunion Ions lesäeux Lstiecss ; Hitboire äes Varia-rion8 äe8 LZlises proreüames , undviele andere. Nach seinem Tod17;». kam noch heraus, Oekenlioäeclaranonis celeberrimL , czusmäe pocellate eccleliaUicr sanxirdlleru8 Ksilicanue den >9. Mekjr6zr. in r. Quaribandcn. Daß ermit einer Person vorn Stand heim-lich verheyrathet gewesen, ist erstnach seinem Tod bekannt worden.

Botal, (Leonhard) lat. Lor-ri/«,,ein berühmter Arzt des XVI. Jahr-hunderts, gebürtig aus Asti in Pie«mont, ward ums I. >779. Hein-richs III. in Frankreich Leibarzt, undschrieb unterschiedliche Werke, wel-che am besten zu Leiden 1660. in 8.herausgekommen. Ihm hat manin Frankreich das häufige Aderlässenzu danken.

Boceon, ( Joh. L ) s. JohannBorrel.

Both, (Joh. und Heinr.) zwey be«rühnite Mahler, aus Utrecht gebür-tig , waren Vlormarts Schüler.

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