Band 
[Erster Theil.]
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nehmen mußte. Cäsar hatte inzwi-schen einen so vertrauten Umgangmit Cleopatra gehabt, daß er ihr denjungen Ptolomäus Casarion zurück-ließ. Nach diesem schlug Cäsar denPharnaces, des Mrthridatee Sohn,in Pontus, überwand den Scipiound Juba in Afrika, und besPom-pejus Söhne in Epanien. DieseSiege verschasten ihm würllich dieGewalt eines Dictatoris Perpetui,so daß er so grosse und unabhängigeGewalt zu Rom hatte, als jemalsein Kayser nach ihm gehabt habenmag, weswegen ihn auch einigevor den ersten Römischen Kayserzählen, so aber in eigentlichem Ver-stand doch nicht gesagt werden kan.Cäsar suchte sich aus mancherley Artvest zu setzen, und machte in derThat viele sehr heilsame Verordnun-gen Allein so bald seine Anhängerund Schmeichler die Worte: HerrUnd Rönig im Munde zu führenanfangen, so gievg den Römern,denen bisher alle Monarchie uner-träglich war, die Gedult aus, undCäsar ward aus dem Rathhause zuRom den i s. Merzen des4).I.v.C.G.mit r; .Wunden jämmerlich ermor-det. Cäsar hatte einen grossen unddurchdringenden Geist. Er war un-erschrocken in Gefahren, freygebig,großmüthig, gütig, beredt undkonnte sehr leicht vergeben. Alleinseine Mschlveiffende Wollüsten undsein unmässiger Ehrgeitz verdunkelnseinen Ruhm. Sein Leib warwohlgebaut, er hatte nicht viel Far-be im Gesicht ; seine Augen warenlebhaft und sein Haupt wohlgebildt.Seii e kahle Stirne gab dem Ciceround andern Anlaß zu vielen Spöt-tercyen Seine Lommemarü clsI-ello Oallico und cle Lello Livilimachen ihm eben so viele Ehre, alsseine Siege. Er wäre wohl einerder beredtesten und gelehrtesten Rö-mer seiner Zeit gewesen, wann ihm

sein Eroberungsgeist Zeit gelassenhätte, den Wissenschaften nach sei-ner Fähigkeit obzuliegen. SeineOraricmes und noch vieles andere istverlohren gegangen. Nach seinemTod zählte man ihn unter die Göt-ter, und glaubte, die Venus, alsdie Stammmutter seines Geschlechts,welches seinen Ursprung vorn Ae-»eas, des Anchiscs und der VenusSohn, ableitete, habe seine Seelemit in Himmel genommen.

H. Läsarius, des Gregorius vonNazianz jüngerer Bruder, studirtezu Alerandrien dieWcltweisheit undArzneykunst, wurde Kaysers JuliansLeibarzt, und Lomes rerum xriva.rarum, Quästor in Bithynien undSchatzmeister. Sein Bruder ließnicht von ihm ab, bis er diese Aem-ter sreywillig niederlegte; wiewohler sie nachgehends unter Kayser Da-lens wieder bekleidete. Er starb;6y. Nach dem Bericht des Sui-das soll er vieles geschrieben haben,wovon aber nur noch 4. Dialogi s.guseilionum grsviüimarum explica-liones übrig sind; doch auch diesesollen, nach dem Urtheil anderer Ge-lehrten, andere Verfasser haben.

Läsarius, ein berühmter Erzbischofzu Alles, wurde 470. gebohren, indem Kloster LerinS erzogen, und mitAnsang des VI. Jahrhunderts aufdiesen Erzbischöfiichen Stuhl gesetzt.Er war Präsident bey unterschiedli-chen Kirchenversammlungen, undstarb den 27. Aug. 544. Manklagte ihn sowohl der Verräthereygegen die Gothischen Könige, alsauch pelggianischer Irrthümer an;er wußte sich aber von beyden Be-schuldigungen frey zu machen. Sei-ne Predigten und Briese stehen in derLibliock. katrum.

Läsarius, ( Joh. ) ein berühmterArzt des XVI. Jahrhunderts, ge-bühren zu Julich ums 1 .1460, stu-dirte zu Paris, lehrte hernach zuX r Cölln,