Band 
[Erster Theil.]
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bestehen , und starb zuletzt auf demSchloß Fontenai le Comte, wo ihnHeim ich in Verwahrung hielt, den9. May > 790. Man muß ihn mitdem jünger« Cardinal Carl vonTourbon, der seines Bruders Lud-wigs Prinzen von CoudeSohn war,verwechseln. Dieser starb den; 0. Jul.1794. im z rstcn Jahr.

Carl , mit dem Beynahmen derRühne / Herzog von Burgund,war zu Dijon den >o. Nov. 14;;.von Philipp dem Gütigen und Jsa-Hella auS Portugal! gebohren. Erthat sich von Jugend auf im Kriegehervor, und folgte seinem Vater14S7. Mit König Ludwig XI. inFrankreich stund er in beständigerFeindschaft, schlug die Lütticher beyEt.Tron, und zerstörte die ehemalsgrosse Stadt Tongern. 147 s. be-lagerte er die Stadt Neus r >. Mo-nat lang, mußte aber vergeblich ab,ziehen, da selbst der Kayser zumEntsatz nahete. Es wurde Friede,und Carl versprach seine Tochter undErbinn Maria dem kayscrl. PrinzenMaximilian. Nach diesem gieng ermit aller seiner Macht aus dieSchwerer und Lothringer los; wur.de aber den ;. Merz 1476. beyGraucon, und den rr. Jun. beyMurten geschlagen, wo er beyzoooo. Mann verlobten, und end-lich den s. Jan. 1477. vor Nancyselber getödtet wurde.

Carl in. auch iv, wann man Lud-wigs Ueber Meer Sohn, Carl auchzählet, Herzog in Lothringen, warFranz, Grafen von Vaudemout,Sohn, und Carls III. Enkel, ge-bohren den 6. Apr. 1604. Im ;ojährigen Krieg trat er aus die kayser«liche und spanische Parthey, com-mandirtr in der Schlacht bey Nord-lingen die ligistischen Völker, wor-über die Franzosen seine Länder weg-nahmen , die er doch, wiewohl un-ter beschwerlichen Bedingniffen, wie-

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der bekam. 1674. nahmen ihn dieSpanier aus mancherley Ursachen zuBrüssel gefangen, und führten ihnnach Toledo, wo er bis 1679. sitzenmußte. 1662. machte er einenTractat mit Ludwig XIV. noorinner, um seines Bruders Sohn rechtwehe zu thun, seine gefammte Län-der an Frankreich abtrat. Wie eraber durchaus sehr unbeständig war,so reuete ihn auch dieses wieder.Allein Frankreich wollte die einmalerhaltene Vortheile nicht aus derHand lassen, und vertrieb den Her-zog >670, der sich jetzt nochmals zurspanischen und kayserl. Parthey hal-ten mußte. 1674. ward er von Tu-renne bey Sinzheim geschlagen; erschlug hinwiederum den Arriere-banvon Anjou, und den Marschall vonCrcqui, den er in Trier belagerteund gefangen bekam. Der Herzogstarb bald darauf in dem Dorf Al-bach beyBirkenfeld den r8. oder ro.Sept. >677.

Carliv. oder Carl Leopold, Her-zog in Lothringen, einer der gröstenFeldherren seines Jahrhunderts, deSvorhergehenden Bruder« Sohn, warzu Wien den ;.Apr. 164;. gebohren.Nach dem pyrenaischen Frieden kamer nach Paris, und sollte die Prinzes-sinn von Montpensier, nachmals dieMademoiselle von Nemours heyra-then; allein sein wunderlicher Vetterverdarb wieder alles, so daß sich end-lich Carl >66r. heimlich au« Frank-reich weg, und an den kaylerl. Hofbegab, in dessen Diensten er bestän-dig geblieben. Er bekam sogleichein Regiment Reuterey, womit er1664. viel zum Sieg bey St. Gott«hart beytrug. 1670. warb er alsGeneral der Reuterey wider die miß-vergnügten Ungarn geschickt. Erkam zweymal '669. und 1674. we-gen des pohlnischen Throns in An-trag, konnte aber niemals dazu ge-langen. Von 167-. an bis zum

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