Band 
[Erster Theil.]
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Dido, des Belus, Königs zu Tvrus,Tochter, und Gemahlinn desSichans,flöhe nach Africa, um der Grausam-keit ihres geitzigen Bruders Pygma-lion zu entgehen, der den Sichäusbereits umgebracht hatte, und bautedaselbst 88-. J.v. C. G. die StadtCarthaqo. Nach der Zeit bewarbsich Hiarbas, König der Getuler,um sie, und bedrohete die Cartha-ginenser mit Krieg, wann ihm Didoeine abschlägige Antwort geben sollte.Dido ließ einen kostbaren Scheiter-Haussen errichten, und opferte darauf,um, wie sie vorgab, die Seele desSichäus vorher zu versöhnen, ehesie den Hiarbas heyrathete; stieß sichaber unversehens in Gegenwart desVolks einen Dolch in die Brust, undstürzte sich ins Feur. Dieß gab ihrden Nahmen Dido, d, i. tapfereFrau, dann vorher hieß sie Elisa.Virgilius hat nachgehends in seiner^eneiz seinen Helden Aeneas an desHiarbas Stelle gesetzt. Allein ob-gleich Newton und andere grosseMänner die Zeitrechnung dieses Dich-ters mit der Geschichte der Dido zuvergleichen gesucht haben, so scheintdoch eine ausgemachte Sache zu seyn,daß Aeneas weder nach Carthagonoch in Italien gekommen, und wohlüber )o°. Jahr vor Dido gelebthat.

Didymus, von Alexandrien, ein al-ter Grammaticus, lebte zur Zeit desAuqustus, und bekam wegen seinerArbeitsamkeit den Nahmen Lhal,centerus, d. i. mir dem ehrirenEingeweide. Er soll, nach desGenera Bericht, über 4000. Bü>cher geschrieben haben. Man legtihm Lckoli» in Homerum bey, dieman noch hat: allein da er i» diesenLLkolii» selber angeführt wird, soscheinen sie von einem jünger» Ver-fasser zu seyn.

Didymus,, von Alexandrien, daherer auch den Beynahmen führt, ein

gelehrter Schriftsteller des I V. Jahr,Hunderts, vcrlobr zwar schon in fünf«ten Jahr das Gesicht, ließ sich aberdie heilige und andere Bücher so flüs-sig vorlesen, daß er es in allen Wis-senschaften, vornehmlich berMache-matick sehr weit brachte. Lr lehrtein der berühmten alerandrischenSchule, zählte den Hiersnymus,Rufinus, Palladius, Jsidorus undandere unter seine Schüler, undwar ein grosser Verfechter der Mey-nungen des Origcncs. Nach demPalladius ist er z98.il« ijssienJahrgestorben. Man hat noch einenTract. cle Lpiriru 8. nach der latei-nischen Übersetzung des Hieronymusvon ihm.

Diemerbroek, (Jsbrand van) eingelehrter Professor der Arzneykunstund Anatomie zu Utrecht, gcbohrenzu Moatfort in Holland den -z.Dec.1609, starb zu Utrecht den 17. Nov.16 74. Seine Schriften sind 16 8 f.zu Utrecht unterm Tit. Opera anr-romica er meäica in Folio heraus-gekommen.

Diependeck, (Abrah.) ein berühm-ter holländischer Mahler, gebohrer»um i6ro. zu Herzogenbusch, lernteunter Rubens, und mahlte anfangsauf Glas, hernach mit Oelfarben.Er ist mehr durch seine Zeichnungenals Gemählde bekannt. Das grosseWerk der Tempel der Musengenannt, ist nach seiner Zeichnunggestochen worden. Er hak sich vielmit andächtigen Stücken beschäftigt.

Dieterich, (Joh. Conr.) ein berühm-ter Philologus, gebohren i6,r. zuBuzbach, studirte zu Marpurg, rei-set« durch Deutschland, Holland undDännemark, und kam mit den be-rühmtesten Gelehrten dieser Länderin Bekanntschaft. Nach seiner Rück-kunft wurde er Professor der griechi-schen Sprache und der Geschieht«künde zu Marpurg, hernach zu Gies-sen, und starb »667. Unter seine,,Schriften