Band 
[Erster Theil.]
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wurde aber nach ix. Jahren zurück«berujfen. Er blühte um n;.I.v. C. G. Von seinen 64. Reden hatman noch drey. Dionylliis von Hmlicari affus nennt ihn den wildenDemosthenes.

Dinocrares, ein berühmter Boumei«ster au« Macedonien, gab sich beyAlexander dem Grossen an , daß erden Berg Athos als einen Menschenausbauen wolle, der in seiner linkenHand eine grosse Stadt und in derrechten einen Becher halte , in wel-chen sich alle Flüsse, so auf dem Ber«ge entspringen , erqieffen sollten.Alexander bezeugte keine Lust, dißDo haben in der Erfüllung zu lehen;behielt aber doch den Dinocrates beysich, und bediente sich seiner bey Er-bauung der Stadt Alexandria.

Dinus, ein berühmter Rechtsgelehr,ter, von Mugello in Toscana gebür-tig . führte den Beynahmen de Rosssonibus, und lehrte mit vielemRuhmzuBononien. Erstarb >;c>;.aus Verdruß, daß er nicht Cardinalworden. Bomfacius vm. bedientesich seiner bey Sammlung deS sechs-ten Buchs der Decretalen, über wel-ches Dinus einen Comment, nebenandern Schriften hinterlassen.

Dio Lafflus, mit dem BeynahmenLoccejamis, ein berühmter griechi-scher Geschichtschreiber, von Nicäagebürtig, war Statthalter von Per-gamo und Smyrna und Obe> befchls-Haber über die römischen Armeen inAsric.a und Pannonien. AlexanderSeverus erhob ihn 229. zur bürgcr-mcisterlichen Würde; wie er aber denSoldaten nicht anstund , war er ge-nöthigt, sich nach Nicäa zu begeben,wo er sein Leben beschloß. Von sei-ner römischen Historie hat man nurnoch einen Theil; das meiste ist ver-lohnn gegangen. Es hat zwar einneapolitanischer Erzbischof Nahmen«Falro nicht nur >7:4 die j. letztenBücher des Dio au« der vaticanischen

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Bibliotbeck herausgegeben, sondernauch noch der Zeit die gelehrte Weltbereden wollen, er habe da« ganzedionische Werk wieder gefunden,wovon er wirklich zu Neapel die 20.ersten Bücher in Folio bekannt ge-macht. Allein man hat qesunden,daß diß letztere ein blosser Betrug ge-wesen, und diese angeblich dionische ^Bücher aus dem Dionpsius von Ha-licarnaß, Plutarch und Zonara«fast von Work zu Wort abgeschriebenworden. Die beste Ausgabe de«Dio ist diejenige, welche HermannSamuel Reimar i/so. und -75».in Folio herausgegeben hat. Manbeschuldigt den Dio einer Parthey«lichkeit wider den Pompejus, Cice-ro , Seneca uud viele andere grosseMänner. Die Reden, welche erdem Aarippa und Mäcenas in denMund legt, als sie Augustus wegenBeybehaltung oder Niederlegung sei-ner Gewalt zu rath zog, werden be-sonder« hoch gehalten.

Dio Lhrysostomus, das ist, dergüldene Mund, ein berühmtergriechischer Redner und Weltweiser,von Prusia in Bithynien gebürtig,wollte den Vespasian überreden, dasKayserthum von sich zu geben, undwurde von Domitian sehr gehaßt;kam aber unter Trojan also empor,daß er öfters mit ihm auf seinemTriumphwagensuhr, und sehr vielesmit diesem Prinzen umgieng. Erhat, nebst vielen andern Schriften,die verlohren gegangen, 80. Ors.tiones etvillertstiones hinterlassen,die man noch hat.

Dioclerianus, römischer Kayser,von Salona, oder nach andern, vonDioclea in Dalmatien gebürtig,war von gar geringer Abkunft, er-hob sich aber durch feine Tapferkeitund Klugheit zu den wichtigsten Be-dienungen , und wurde nach Nume-rians Tod den 17. Sept. 284. zumKayser auSgeruffen. Er töbtete den