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Facultät eine Eidesformel vorge-legt/ welche er unterschreiben soll-te. Dreyer weigerte sich zwar des-sen / bezeugte aber bey GOtt, daßer die ihm vorgelegte Sätze nicht vordie Seinigen erkenne / und solcheniemals lehren werd«/ und ver-sprach / von den symbolischen Bü-chern der lutherischen Kirche nichtabzuweichen. Man trug ihm man-cherley Bedienungen anderswo an;allem der Churfürst wollte ihn nichtentlassen, und gab ihm soo. Tha-ler Pension. 1645. gieng er mitandern auf daS Colloquium Chan',tativum nach Thoren, mengte sichdarauf in die LatermannischeStrei-tigkeiten / uud wurde 1648. Ober-hofprediger / wiewohl mit Wider-spruch der Landstände / die ihn voreinen Syneretisten hielten. 165».kam er der Einwegdungen der Geist-lichkeit ungcachkl ins Consistorium/wurde ordentlicher, und 1677. er-ster Lehrer der Gottesgelahrheit,und starb den Aug. 1688- Inden syncretistischen. Händeln habenMiülenla, sein Collega, Calov,Jsing und andere heftig wider ihngeschrieben. Unter seinen Schrif-ten sind besonders seine Conrrover-1i« cum komikciis prsecipure zu be-merken , so in ;8. Disputat. beste-hen, und zusammengedruckt wor-den.
Drelincourt ( Carl) ein berühm-ter reformirter Gottesgelehrter,gebohren den >o. Jul. >s-f. zuSedan, studirte in seiner Vater-stadt und zu St. Saumur, undwurde lSlg. unfern LangreS in<Predigtamt aufgenommen, >6io.aber nach Paris gezogen. Er hattean den wichtigsten Angelegenheitenseiner Kirche Antheil, und stand auchbey der Gegenparthey in vielem An-sehen. Seine Predigten waren unge«mein erbaulich, und sei»« Zuspruchbey Kranken unvergleichlich. Er starb
den r.Nov. >66-. Seine vornehm-ste Schrift ist Lontolstions cZrl'smeLäele conrreles kra-eurs 6eIrmorr»welches auch ins Deutsche übersetztworden. Ausser diesen hat er auchviele Streitschriften hinterlassen. Ekhat sich darinnen hauptsächlich b«,müht, auch Leute, die nicht studirt,in den Stand zu setzen, denen täg-lichen Anfällen der katholischen Geist-lichen zu antworten. Sein älteste»Sohn Lorenz war Anfangs Predi-ger zu Rochelle, hernach zu Niort,und starb 1680. im rasten Jahr,nachdem er 6. Monathe vorherblind worden; man hat einige Pre-digten und sehr schöne franz. Son-nete von ihm. Ein anderer vonseinen Söhnen Carl, gebohren den1. Febr. -6;;. zu PariS, eignesseiner schwachen Gesundheit wegendie Arnzeykunst, und studirte zu Pa-riS, Saumur und Montpellier. 16sf.nahm ihn der Marschall von Tu»renne zu seinem Leibarzt mit in denKrieg; bald darauf wurde er ober-ster Arzt der königl. Armee in Flan-dern, und >66;. königl. ausseror«deutlicher Leibarzt, wobey ihn derKönig von allen Abgaben besreyete.166z. kam er als Professor der Arz-neykunst nach Leiden, bekam zweyJahr hernach die Zergliederungs-kunst zu lehren und starb denMay >6-7. Seine Schriften sindim Haag >7r7. zusammengedrucktworden, worunter auch einige Sa-chen von seinem gelehrten SohnCarl befindlich find.
Dresser (Mattb.) ein geschickter Hi»storicus, gebohren den -4- Aug.
> 5; 6. zu Erfurt, studirte in seinerVaterstadt und zu Wiltenberg, undwurde >s6o. zu Erfurt Professorder griechischen Sprache. Hier brach-te er es durch seine Geschicklichkeitbey allen seinen College», welche,uur einen ausgenommen, katholisch