Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

rzr?

Fa '

and unterhielt einen gelehrten Trief»Wechsel mit dem Cardinal Baronin«/dem er gute Beyträge ru seinen Amaalen mitgetheilt / und mit anderngrossen Gelehrten in Europa» wurdePräceptor de< Prinzen von Coud«,hernach Ludwig« Xlll. und starb zuParis den 4. Nov. ist-. Manhat zu Paris >6,4. Opuscula vonihm in 4. zusammengedruckt, worin»neu man viele Gelehrsamkeit undWissenschaft antrist. Er behauptet,daß der Myrrhenwein , den manunserm Heiland bey seinem Leidengereicht, ein Getränke gewesen, wel»ches man den Missethätern gegeben,um sie einzuschläffern, um desto we.oiger empfindlich gegen die Schmer»zrn zu machen.

Haber, (Tanaquil) französisch Nr».»e§»t ie Ner/e«, ein berühmter Cri»ticus und Professor der schönen Wis-senschaften zu Saumur, warzuCaea» 6 is. von sehr armeu Eltern geboh»ren, fieng erst im 1 »tea Jahr an,die lateinische Sprache zu treiben,und lernte die griechische ohne alleAnweisung; brachte es aber dessenungeachtet in beyden sehr weit. DerCardinal von Richelieu gab ihm»ooo. französische Pfund Pension,um die Aufsicht über die Bücher zuhaben, die im Louvre gedruckt wur-den, war auch gesonnen, ihn zumPrincipal des Collegii von Richelieuzu machen, das er errichten wollte.Allein der Tod des Cardinais be.raubte auch Fabern alle seine Hof-nungen, und seine Besoldung wurdeüberbiß schlecht bezahlt. Einige Zeithernach gieng er mit dem Herrn vonFrancieres nach Langrrs, wo dieserGouverneur war, bekannte sich zurressrmirten Kirche, und wurde Pro»fessor zu Saumur. Faber lehrtebieselbst init so aufferordenilicher Ge«schicklichkeit und mit solchem Ruhm,daß man ihm nicht nur die Jugendaus allen Provinzen des Königreichs

La rzrki

«nb aus fremden Ländern zuschickte,sondern auch selbst Gortesgelchrtrund Proseffvres in seine Lektionengiengen. Er war im Begrjf, denRuf des Churfürsten von der Pfalznach Heidelberg anzunehmen, alserden >r. Sept. 167,. im 57strnJahr starb. Er gab den Anacreoaund viele andre alre Lchnftliellrrmit gelehrten Anmerkungen; LMo-Irs cricica, und anders heraus.Man schätzt vornehmlich >ein GedichtAdonis und seine LormännischeHaveln. Er hat gut Latein ge-schrieben, und in allen seinen Wer-ken viele Critick und eine grosseKenntniß der weltlichen Alterthümergezeigt. Tanaquil Haber, sei«Sohn » ist der Verfasser des Buchsäe kurilirsre poscices, so zwar mitvieler Gelehrsamkeit, aber mit ge»ringer Beurtheilungskrast geschriebraist. Er hatte sich wieder zur römi-schen Kirche gewendet, und starbden i r. Sept. i6/r. Don Tana»quils gelehrten Tochter Anna leHevre, s. Art. Dacter.

Haber, (Mus) Herr vonpibra«,s. Haur.

Habert, (Abraham von) MarschaÜvon Frankreich und Gouverneur zuSedan, von Metz gebürtig, wurdemit dem Herzog von Epernon erzo»gen, zeigte seine Tapferkeit in viele«Belagerungen und Schlachten, nahm1674. Stenay ein, und wurde»6s8. Marschall von Frankreich.Sein Verdienst, seine Aufrichtig-keit, und seine Bescheidenheit erwar-ben ihm die Hochachtung des Kö-nigs und der Grossen des Reichs.Er starb zu Sedan den 17. Mayi66r. im 6 r sten Jahr, und hinter-ließ eine tlilioire äes Lucs äe Lour-gogns. Der P. Barre, regulirkerChorherr zu St. Genoveva, hatl7s». zu Paris sein Leben in r. Duo-dktbLudeu herausgegeben.

T t 0 Habiar