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1664
Goux, (Franz le) be la Boulaye,ein französischer Edelmann au« Beäu-gt in Anjau hat sich durch Reisenberühmt gemacht. Er durchwan-derte fall alle Theile der Welt, undgab > 6 s;. eine B-schreibung seinerReisen heraus. >668. schickte manihn als Abgesandten zum Großtür-ken und grossen Mogol; er starbaus dieser Reise mPersien.
Eower, (Joh.) ein englischer Dich»ter, war zu Stitenham in Aorcks-hire aus einem guten Hause gebüh-ren. Er sollte die Rechte lernen;allein seine Neigung trieb ihn zurDichtkunst, da er dann der ersteVerbesserte der englischen Spracheward. Er war ein Mann vongrosser Gelehrsamkeit, und nicht nurein Zeikgenoß, sondern auch vertrau-ter Fr und von Cdaueern. Er blü-het bereits vor Chaucern, und wur-de von einigen für dessen Lehrer ge-halten. Er überlebte ihn aber dochzwey Jahr, wurde ganz blind, undkann also auch in diesem Betrachtder Homer der Engelländerheissen. Er starb 140-, und wardin der Marienkirche »nSouthwarkbegraben. Seine Schriften sind:Lpeculum IVleclirnmis französisch,Vox LlsmnittiZ lateinisch, und O011-islllo ^mnnris englisch geschrieben.
Gozgadina, (Bupkista) ein gelehr-tes Frauenzimmer von Bononien.Der lateinischen Sprache und derRechte war sie besonders kundig.Sie hielt iz-;r. im zrsten Jahr ih-res Alters eine lateinische Kircheore-de, bey dem Begräbniß des Bono-Nischen Bischofs Ludwig Fratta.Im dritten Jadr daraus erlangte siedie Doctorwürde in den Rechten,und ls;-. wurde sie zur öffentlichenLehrerinn ihrer Facultät beruffen,welche Würde sie buch mit grossemRuhm verwaltete. Sie hat ver-schiedene juristische Bücher geschrie-ben, welche unter fremden Nahme»
herausgekommen, und starb unver.Heyraihet.
Graaf, (Reiner von) ein berühmterArzt des XVll. Jahrhunderts, ge-bohren zu Schoonhovcn in Hollandden zo Jul. ,641, studirte zu Ley-den, und in Frankreich, zog daraufnach Delst, wo er die Arzneykunstmit Ruhm trieb, und den 17. Aug.167;. sehr frühzeitig starb. SeineSchriften sind: 6s Virorum orgL-nis generriioni inlervientibus; äs8uco xnnLrenrici nsrura er u 5 u,und andere. Seine Oxsi-N Omniasind schon etlichemal herausgekom-men.
Grabe, (Joh. Ernst) ein berühm-ter Gottesgekhcter, gebohren zu Kö-nigsberg in Preussen den 10. IM1666, studirte in seiner Vaterstadt,besuchte hierauf die meisten deutsche»Universitäten , und las nach seinerHeimkunft flcissiq Collegia. Weiler dabey einige Reliqionsscrupei undNeigung zur römischen Kirche be-kommen , übergab er dem Consistorioseine Zweifel, und gieng, als er deS-halben allerhand Widerwärtigkeitenauszustehen hatte, >697. nachBreß-lau. Baier, von Sande» undSpener widerlegten ihn hierauf.Der letztere brachte ihn aus etwa«andere Gedanken,- doch faßte Grabeden Vorsatz nach Engelland zu ge-hen , weil er wußte, daß er in da-siger Kirche alle von andern Prote-stanten verworfene Lehren und In-stituta der ersten Jahrhundert unan-gefochten beybehalte» könnte. Ergieng 1697. nach Engelland, lebtedaselbst a!S ein Privatus, genoßaber von König Wilhelm und vo»der Königinn Anna ansehnliche Gna-dengclder, ward auch 1706.00»der Akademie zu Orford , ohne sei»Gesuch, zum Doctor der Gottesge-lahrheit gemacht , und starb de»- 4. No». 17 > 1. Seine vornehmsteSchriften sind : LMieLium 88.
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