Band 
Zweyter Theil.
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jLabbe, (Philipp) ein berühmterJesuite und sehr arbeitsamer Schrift«steiler seines Jahrhunderts, warden io. Jul. 1607. ;u Bourgesgebohren. Er lehrte die schönenWissenschaften, die Weltweisheitund Gottesgelahrheit mit Ruhm,und machte sich so wohl durch seineHöflichkeit und Anmuth als durchseine Schriften bey den Gelehrtenbeliebt. Er starb zu Paris den -f.Merz 1667. Unter seinen vielenSchriften sind die vornehmsten:k>lovL Libliorkeco lVl§8. I.ibrorumin zwey Folianten; cls umarmn«lnlioriL tciixwribus ; Vics Lrle-ni; LibliockecL dibliorliec-irum;Okrnnicon recknicum 1°. Loncor-6ir kiüoriD ckristianL, in jipeyFolianten; ein? neue CoUeüioLonciUorum , in 17. Folianten.Man druckte, eben am eilstenDand,als P. Ladbe stgrb , worauf derP. Coffart die Sammlung vollemdek hat.

Labe, (kouise) eine gelehrte Frau«zösinn zu Lyon, blühte ums Jahris 5 f. Sie wurde auch la Belle

bordiere genannt, weil sie an einenSeiler verheyrathet war; und führ«te eine ziemlich ausschweiffende Le-bensart. Aus Lieb? zu den Wissen»schasten gestattete sie Gelehrten ohneGeld, was andere Herren theuerbey ihr bezahlen mußten. Manhat le Oebar tle iolie er il' Iion-neur nebst andern Stücken von ihr.

Labes, (Antistius) ein vortreflicherrömischer Rechtsgelehrter, hatte ander Verschwörung wider CäsarnAntheil. Nach der verlohrnen phi»lippischen Schlacht Jahr vorChr. Geb. ließ er sich durch einenseiner Freygelassenen umbringen,um die Freyheit seines Vaterlandsnicht zu überleben. Sein Sohn

W. Antistius Labes, that esdem Vater in der RechtSgelahrbeitnoch vor. Er machte sich zu Au«gusts Zeiten durch seine gründlich«Wissenschaft und durch eine umbeugsame Unparthcylichkeit berühmt.Von seinen vielen Schriften ist nichtstu uns gekommen.

>?abeo, ( Q. Fabius) ein berührn»ter römischer.Feldherr, war Qüa-stör und hieraus Prätor. Er be»sehligte die römische Flotte, undzwang die Völker aus der InselCandien, alle gefangene Römerwieder herauszugeben. 184. Jahrvor Chr. Geb. wurde er mit Mar-«llus Bürgermeister, und führt«eine Armee in Ligurien an. DieArt, womit er die Einwohner zuNola und Neapel behandelt, undzwie er mit dem Antiochus beyVollziehung des mit diesem Prin»jcn errichteten Vertrags umgegan-gen, macht der gerühmten Aufrich-tigkeit , deren sich die alten Römerbeflissen , wenig Ehre. Mansagt, Labeo habe die Dichtkunstgeliebt, und dem TerentiuS beyVerfertigung seiner Lustspiele ge«holfen.

Laberins, ( Decimus) ein römi-scher Ritter und Dichter, warsehr geschickt, Alimos, das ist, al-lerhand scharfsinnige und satyrischeSentenzen zu machen. Cälar batihn, selber aus die Schaubühne zutreten, und eines seiner Stücke vor-zustellen. Ob es nun gleich wedersein Alter noch sein Rang erlaubte,so getraute er sich doch nicht, esCäsarn abzuschlagen. Er entschul-digte sich so gut er konnte in demPrologus, und gab zu verstehen,daß ihn Cäsar genöthigt habe, dasTheater zu besteigen. Er riefaus:

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