Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

rz4r Li

richtig genug ist. UebrigenS hater seine Historie Theils zu Romtheils zu Neapel geschrieben. Einesehr schöne Ausgabe hat Draken«borch 17; 8. in Holland in Vll.Bänden anS Licht gestellt.

Ltvius Airdronicus, s. Andrs-nicus.

Lizer, (Peter) erster Parlaments»präsident j» Paris, von Clermontin Auvrrane gebürtig , erlangtegrosse Geschicklichkeit in den Rech«ten , und stieg zu den höchsten obrig-keitlichen Wurden empor. Er wardrey Jahr ParlamentSrath, i r.Jahr Generaladvocat und 20. Jahrerster Präsident. Weil er daS Par-lament abgehalten, denen Guisenden Titel Prinzen zu geben, so zoger ihren Haß auf sich. Als er ineinen geheimen Rath gefordert wur-de , in welchem der Cardinal vonLothringen den Vorsitz hatte, undman ihn um seine Meynung fragte,antwortete er kühn : Ich sehehier niemand vor mir, vordem ich meine Meynung sie»hend und mit entblößtemHaupt zu sagen hatte. Erblieb aber nicht bey diesem standhaf-ten Muth, sondern gab im Jahrtssv. sein Amt verzagter Weiseauf; warf sich dem Cardinal zuFüssen, und bat ihn, Mitleiden mitihm zu haben; daher de Thou vonihm gesagt: Lizer hat sich an-fange als ein Mann, nach-mals aber als ein schwachesWeib aufgeführt. Hieraus gabihm der König um seiner Armuthwillen, die Abtey St. Victor. Li-zet wurde Priester, und starb da-selbst den 7. Jun. 1574, im TastenJahr. Man hat viele, auch theo-logische Streitschriften von ihm,woraus erhellet, daß er ein guterRichter, aber schlechter GotteSge-lehrter gewesen. Beza hat die Coa-

Li rz4r

troverSschriften dieses Präsidentendurch seine macaronische Schriftunter dem Titel : MMer Lens-äiäiur ?LtlLV3nrius lächerlich zumachen gesucht.

Lloyd, (Nicol.) eingeschickter eng»lischer PhilologuS, gebühren zuHolton, studirte im Collegio vonWadharn zu Oxford, und wardMitglied desselben. Er wurdehierauf Pfarrer zu Newington St.Maria vey Lambeth, wo er den27. September 168«. gestorben.Er hat Lrepliam OiKionsriumIiilloriLo- xeoZraxbico - poeciLumsehr vermehrt herausgegeben , dessensich hernach Morca und Hosmannwohl bedient haben. Man mußihn nicht mit Humphred Lloydoder Llwyd , einem gelehrtenenglischen Arzt und AntiquariuSvermengen, der in der Mitte deSXVI. Jahrhunderts gelebt, undverschiedenes geschrieben hat; nochmit Eduard Lloyd oder LIH«rvyd, einem andern englischen An-tignarius und Nakurkündiger, derim Jahr 1709. gestorben, nach-dem ,er viele Schriften herausgege-ben.

Lloyd, (Wilhelm) einer der gelehr-testen englischen Bischöffe, und sehrzierlicher Schriftsteller, war zuTylchurst in Berkshire 1627. ge-bohren. Er studirte zu Oxfordunter dem berühmten Wilkeus, underlangte in der griechischen und la-teinischen Sprache, in den Münzen,in den Jnscriptionen und in allem,was zu den Alterthümern, zur Ge-schichtkunde und zur Zeitrechnunggehört, grosse Erfahrenheit. Erlegte sich auch mit besondern» Fleißauf die H. Schrift, ward 1660.Präbendarius zu Rippon, 1666.Kaplan deS KönigS, i667.Doctorder GotteSgelahrheit , .1672. De-chant zn Bangor, und endlich i6zq.

Eeee 2 Bischof