Band 
Erster Theil
JPEG-Download
 

6o Helvetischer Kirchen-Geschichten

alle Helvetter an die Lateinische Sprach haben gewehnen lassen.Me Hei. i.. Eöe dieses Land in Römische Hände kommen, wurde die Ju-vctier der gend tn Griechischer Sprach unterrichtet (c), und selbige zu erlernenGriechl. vexsendk gen Marseille, eine Gallische Stadt,deren Stiffter gewesenSprach sind einige Frembdling aus pbocsea. der Hauptstadt in Jonia, welchenicht unbe- zweymahl (ä) über Meer dahin kommen.Etstlich 6oo.Jahr vor Christirichtet. Geburt unter Anführung Luxeni, andere 57-Jahr hernach,der Tyran-

ney des ttarpagi, eines LandvogtS des Königs Cvri zu entgehen. Indiesem Marseille wurde mit der Zeit eine Schule aufgerichtet,welche soSchul m berühmt worden seyn soll als die zu Athen gewesen, deßwegen sie vonMarseille, l'llnio (e) ^rbenopolir ^laMienüum das lVlallllievstsche Athen ge-nennet worden. Es ist kein Theil der Weltweißheit und freyen Kün-sten,die man daselbst nicht getrieben habe. Die Römer schickten die Ju-gend Studterens wegen, nicht mehr gen Athen, sondern nach Kiarfeill«M. Die übrige Gallier begehrten ihre Lehrer aus dieser Schul.Wann nun gleich diejenigen zu weit gehen, welche vermeynen, daß dieGriechische Sprach der alte» Galliern Muttersprach gewesen; ja, daßdie Griechen ihre Sprach den Galliern abgelernet haben (g): so istdoch gewiß , daß unter den alten Helvetiern, viel der GriechischenSprach nicht unerfahren gewesen. Dann als Julius c^lar (K) (nachdem er ihnen obgesieget) ihr Lägcr durchsuchen lassen, hat er darinnengefundeniabuias licens Qrsecix ccmfeÄL«, eine mit Griechischen Buch-staben beschriebene Verzetinüßwie starck sie (oben §. 7 berührterMassen) aus Helvetia in Galliam gezogen seyen.Mich bedunckt,es seyediese Verzeichnuß nicht nur wie einige behaupten wolle», mit Griechi-schen Buchstaben, sondern in Griechischer Sprach abgesaffet gewesen,weilen Srrabo (i), Uid Lsesär (k) selbst von den Galliern insgemein.schreiben, daß ihreGememe und sonderbare Verkommnuffen in Grie-chischer Sprach ausgefertiget worden. In dieser Sprach haben siebisweilenGrabschrifften gestellt,uud bedienten sich derselbige« die Orui-sie8,welches die Ursirch seyn möchte daß in die Teutsche Sprach so vielGriechische Wörter eingeschlichen (1) v^rro nennet die ^iLMIlen 5 ss'rrilm8ue§,alS i» deren Stadt z Sprachen geredt worden,die Griechl

sche

(c) 8trsk>. xeoZr. UK 4. (<Z) Vi<j VU'er.^nnsI. V. 1 °. ,,zrt 1. p. i»z. »4z. illsr-«ell.Iib. is. (e) PIin.k-s.I8 Iib.z.c.4. (f ^ 8lr2b.Iuc.c1r (ß) perioniUL, keric2r^>ur^slü P. 129 ^lorboslmroä.Zij!in^. 6erm2n.6oill.lmur cvnc näir ßrrecor»

«lrarsücrer Uior 2 6 llir mucuaile, 2 p Locli. vp. I'vm. r äp. 1 r /3 öc 2 p. i r86.tk) 1 c. rA. L. 6. (i) lib. 4. (ic) lib.6. (i> 6«Iä2Ü. 1"om. r. 9.107.

irr. ,zS. 14z.Locl1.O9. ^om. r. x. ir-ri»