T z6 Helvetischer Kirchen-Geschichten. _
undohne andere offenkliche Rönnsche Ceremonien gewesen. Göl-ten sie aber solche Dtnge heimlich gehabt oder geübt haben? Woherweißt es P. Lang, so es heimlich geschehen? Es ist gläublichchaß die er-sten Chr sien in Helvetia, den Gottesdienst so wohl heimlich verrichtenmüssen als die z»Rom. So ist nicht zu zweigen, sie werden bey diesemihrem Gottesdienst auch ordentlich beruffene Kirchen-Diener gehabthabemAber daß sie bey dem Gottesdienst auch Bilder gehabt, die Hei-ligen als Fürsi>rechenangeruffen,rc. kan nicht seyn.Dann dieses streitetschnurrichtig milder Lehr die ihnen damals gepredigct worden. Sthedroben §. 6 . re. 5. Wann die Tbebeer sich so fthr geförchtet, so hättensie sich geschoben Christum auf die Weise zu predigen,wie sie gethan, siehätten nicht daraufgetrungen, daß alle Bilder, Verehrung derCreatu-ren, menschliche Erfindungen bey dem Gottesdienst, ro. abgethan wor-den. Dann freylich eine solche Religion, in allen Stücken gegen dg-Heydenthum ist. Aber das Päbsttsche Christenthum hätten sieohneson-derliche Forcht predigen können, als neben welchem die Verehrung derEreaturen,rc. wohl bestehen kan, im Pabstthum hat man sowohl als imHeydenthum,Bilder,viel Mittler bey Gott,viel Feyrtag.rc. mir einemWork es ist keine Veränderung des Dtensts, sondern allein deren Per-sonen,welchen der Dienst bewiesen wird,wie droben n i §.s .gezeigetworden.Es läfftt fich zwar kucelmus traumen,daß sich eine solche Ver-änderung in diesem Land begeben.Er schreibt, eS seye die H. JungfrauMariabald nachdem sie in den Himmel aufgenomen worden (wel-ches 48.geschehenseye) vonden Rhätirren anstattihrerHeydni-schen Götreren/^reria und Klaja, Verehrer worden; nicht zwarals eine Göttin, doch als die Gottes Gebährertn sk). Doch istungewiß, daß ä.c. 48.1» Rhätia Christen gewesen. Daß diese aber(so es je alldort Christen gehabt) die H. Jungfrau verehret haben,ist falsch. Dann die Apostel und deren Jünger vernrahneten nicht,daß man der Maria anstatt der Maja diene. Die zu Lystra wolleniviercurium verlassen,hingegen ?Lulo opferen,und den Larnabsm anstattTovis verehren. Aber diese H. Männer haben solches als eine neueGattung derAbgötcerey verworffen,nicht darum,daß die zu Lystra kau-lum für einen Gott gehalten, und Paulus zufrieden gewesen wäre, so sieihm als einem Freund Gottes geopferet hätte»,sondern weilen opferen,anbättemrc. eine Ehr ist,die dem wahren Gott allein gebührt. Sie wie-st« die Leute nicht von den Heydnifchen Göttern zu den heiligen Men-schen, sondern lehnten ste, sie sollen sich bekehren von den Götzen
zum
(ic) Lil 48.