Band 
Erster Theil
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_ Viertes Buch. _Z75

! ren, solches wahrgenomen,kehreten sie zu dem Bischoff, verhießen ihme^ ^i! an jedem Ort-nach des Bischoffs Tod,einen aus den Vetteren,zu ihrem H!! Abt anzunehmen/ so fern daß ihnen der Bischoff bey dem König die; Freyheit auswürcke/fürohin nach Belieben einen Abt zuerwehlen.Jo-EriangtthanneS war dessen zuftteden.Als nun der König seine zweyte Reise (r)dem Cio,s «ach Rom zuthu»/ nach Coftantz, auch in die Reiche Au, und nach S.NInen ünd! Gallen komen,bedienten sich die Mönchen dieserGelegenheit/Und batenReichcnau! selbst den König,um die verlangete Freyheit.Carolus beftagetedenBi-dir freye! schoff,waS er hierzu sage? Und nachdem dieser für die MönchenVorbittMswabl.i eingelegt,habe der Kayser beyden Clößercn Gewalt ertheilt,daß sie nach! -es Bischoffs Tod, ihnen beliebige Aebt erwehlen mögen, und forthin! allein dem König unterworffen seyn sollemDie Mönchen ziehen diesen! Frevheits-Brtefaufalle könstige Zeiten, Herr Simter aber (§) haltetji darvor,dteBewilltgungCarolt, seye allein zuverstehen gewesen, von! der Wahl nach Bischoff Johannis Tod. Dann sagt er, schon Carolussich gegen die Mönchen sehr gnädig erzeiget,hat er doch nicht gestattet,

! daß sie von der Bischofflichen und Königl. Unterthänigkeitbefreyeti seyen Zu dem,so seyen nach der Zeit, viel Aebt dieser beyden Clöste-! ren, durch die Kayser und Könige erwehlet worden. Die heutigen Pa-piftischen Scribenten M melden, Johannes habe diesen Clösteren,

! auch bey PabstAdrtauo». eine zweyfache Freyheit zuwegen gebracht,

! daß sie in geistlichen Sachen, allein dem Röm.Päbstl Stuhl,in welt-! Uchen aber,allein der Königl Majestät unterworffen seyn sollen.WemI aber der damalige Bischoffltche Gewalt über die Clöfter, und derBi-schöffen Eifer, für die Erhaltung solchen GewaltS bekandt ist, wirdnicht glauben, daß Johannes dergleichen etwas begehrt habe. Ratper-! tus gedencket dessen mit keinem Wort , und beweisen die folgende Zet«

>! ten, daß diese Clöster dißmabl nicht exempt worden.

Was Carolus diesen Mönchen mit Mund zugesagt, das soll er ih-Des! nen su)schrifftiich bestättigel haben Indem aber die vermeynte Frey-schoffs und> heits-Brief, nicht in der Mönchen, sondern indes Bischoffs Hand ge, dieser Ciö.ü legt, sind ihnen die Haar aneinander gebunden worden. Dann als derA«»

! BWoffohneVerzug,bey den S.GallischenMönchemaufdieHaltungS/

! ihrerZusag getrungen,war niemand daheim,sondern die Mönche klag- ^

! ten» ihr Freyhelts'Brief, stimme mit des Königs Worten, und ihremVerlangen nicht überetn, der Bifthoffhabe ihn verfälschet, und begeh-! ren sie seines Vettern nichts. AusdaßihmedieReichenauische, nicht

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(l) 8,§eIvLä ^n. 78 >.l^epicl. ^.77-.»!.

! ölercir-Ltiron. p.iA.Lucel. Lonü. ^.770. ;Z 7 - (u) Usrxerr. 1 . c.