Band 
Erster Theil
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4Zo_ Helvetischer Mchen-Geschichten _

N. C. G. erst vor wenig Zeit aus Licht gekommeneGlaubenS-Bekantnussen (§).

849. Die einte ist sehr kurtz. In der weitläuffigeren zeiget er an, daß er dar-vor halte,Gott habe vor der Grundlegung der Welt, die Menschen un«terfcheiden.Die einten habe er erwehlet zum ewigen Leben,die anderenzum Verderben gesetzet, und verändere diesen seinen Rathfchluß nicht.Nachdem er diesen Lehr-Satz,mit unwidertretblichenKprüchen der H.Schrifft des sel. Augustini und anderer Kirchen Väreren bevestiger,lasset er sich vernehmen,daß er lieber tausendmahl -erben,als etwas hie-rin» jemandem nachgeben wolle Er trette nicht ab vonder LehrderA^ten,seye auch kein Ketzer,sondern diejenigen,welche der widrigen Mey-nung anhangen. Erwünschet,daßerftineSach öffentlich in Gegen-wart des Königs,und der gantzen Cierisey verthädigen könte. So manihm nicht wolle Glauben zustellen, solle man (er anerbietet sich hierzu,nach selbigerZeiten Gewohnheit) nach einander 4.V0N siedendem Was-ser,Oel Fettigkeit undPech angefüllete Fässer stellen,endlich ein grossesFeuer anzünden,alsdann wolle er in eines nach dem anderen gehen, inZuversicht, ihm werde in keinem einiger Schaden widerfahren Ver-

meynte dieZuseher werden alsdann erkennen,daß er eine götliche Lehrund gerechte Sach habe. Wofern er sich aber dessen weigeren werde,solle man ihn aufden Holtzhauffen werffen;mit angehenckter ?iorella-rion, er begehre solches nicht aus Vermeffenheit, sondern aus völligerSicherheit göttlichen Beystands.

Nxresir Hingegen hat ihn der Ertzbischoff Htnemarus beklagt, er pflichtepkL-äeiii- bey der Ketzerey ?rXäestinLrorum,odek prLäekinarianorum. Der ge-jj.hxte Voffius zwar ist der Meynung, es seye dieser Nahme gegebenworden einer Sect, deren Urheber gewesen die Mönchen zu Adrume-tis (r) Wegen eines Irrthums,in welchen sie durch Mißdeutung derWorten und Lehr Augusttni gefallen seyen.Aber Cornelius Jansenius(u), der berühmte Jprensische Btscboff, von welchem die im Pastthumberühmte Sect der Jansenttenden Nahmen empfangen, schreibet, daßGennadius ein Priester zu Marseille, welcher um 0. z so. einigenirrigen Lebr-Sätzen des Pelagit angehänget, der erste seye, welcher dieseSett ins Ketzer-Register eingeschrieben. Aber dieser Tittel seye hernachdurch Jsidorum,Bischoff zu Hispalis durchgestrichen, und Pelagit fal-sche Lebr an die statt gesetzt worden. Die diesen prsellestinariarlis ange-dtchteteJrrthum,seyen anders nichts,als boßhaffteSchlußreden,welchedie Feind der Lehr von der Gnad Gottes, aus der gesunden Lehr Augu-stini

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