558 _ Helvetischer Kirchen-Geschichten _
«7 § M darirm beschrieben werden. Er starb im 4 ^.Jahr seines Mers^auf ser-iös nem Landgut zu Alleshausen, bey Bibrach, allwo er neben seiner FrauT»o. Mutter HilMd begraben worden.Erwar ein ReichenauischerMönch,
besuchte aber anfänglich die S.Gallische Schul m terMönch Helpert-co (x), welcher ein Buch geschrieben van der Stngkunst und compm»Lccleslallico aä ^sprum, war Decanus selbigen Closters, und wird alsOb die H. ein hochgelehrter M nnausgestrichen.Als Hermannus wegen elendenJungfrau Leibs gejamert(x);Merck schreibt ( 2 ), als Hermanvus wie fletfflgiln-Le rmeistc- wer er gelernet, wegen abfälliger Gedacht -uß nichts behalten könne»/. r», gem. habe er im 21 . Jahr seines Alters/ aufEinrathenHllperici, bey derH.ku? Jungfrau um Heilung seiner Schwachheiten angehalten; hieratisch«die H. Jungfrau in sichtbarer Gestalt («) erscheinende,gesagt habe,wieMcrcktus schreibt;ob er lieber seine schwache Gedächtnüß behalten, bey,«eben alles besitzen wolle, daß einen Menschen aufErden glückselig ma-chen kan; oder Weisheit,Kunst, und eine behaltfame Gedächtnüß ha-ben, aber zugleich sein Lebentag lahm seyn ? Hiemit O) ob er lieber ge-lehrt oder gesund seyn wolle? Als er das erste erwehlet habe er (alsoschreibet Merck) innert 2. Jahren, alle seine Mit Schüler übertref-fen: Bucelinus aber sagt, er seye plötzlich mitWissrnschafftallerKün-sten und Sprachen begäbet worden; deßwegen die H Jungfrau vondiesem Bucelino genennet wird, KiaMra Sapiemise. eineLehrmeisterinder Weisheit,und von den Bruntrutischen(c) Jesuiten öivinZe 8apien-ti-e Pallas, die Pallas der göttlichen Weisheit. Seine Dancksagung zu-bezeugen,habe er etliche in gantzerRömischerKirch übliche ^nnpkona^salve p.eZma, kve R.e§iria c«Iorum,Lcc. zu Ehr dieser H.JUNgftau (6)gestellet,welche Gelänger hernach offt durch die H.Engel seyen gesun-gen worden-DieserHermarmus solle (e) auch die le^uenriam, Veni >an-6s 8pirkrus 8c «mitte coelirus, Lcc. aufgesetzet haben. Merckius sagt,nachdemHilpericus imss.Jahr seineSAlters gestorben habeHerman-nus die S Gallische Scholasterey verwaltemWie esaberderEhrunddem Willen Gottes, und dieser H Jungfrau im höchsten Grad zuwi-der,daß gedachte H.Jungfrau eineLehrmeisterin derweißheit ge-nennet wird, also ist eS ein Schandflecken des Christenthums, daß siean statt derHeydnischen Pallas gesetzet wird; womit man sich verrathet,
(x) i^unc 995. äefcmÄum, Lucel. lcridit r sccl (üquiclem kielpericu, ,Hermsnnl ^nno,c>,z. nrri, prseceplor fuir) calculo aälnoäum crtoneo. (7oaöOuciin. 5 usiplom.pLx.Z l,. (/) Lucci. LonK. ioZ6. (r) p. 91 (a) Las. 5 .p. 146. (b) Lucelin. (c) loc. cic. (ä) Lucei.OonU. ^n. »osc>. (e) I.Ll,Ir.8cripc.Lccleli Lvm. 1. p. 4rA>