Band 
Erster Theil
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Helvetischer Kirchen-Geschichten _

M C G.tzifche Ertzbischoff Stgftid, schlüge ihm-die begehrte Wahlbestättigung107k. ab; verwendende,daß dieWahl nicht rechtmässiggeschehen seye.Deffeuwidersetzet beschwerte sich Carolus, mit Begehren,daß ihm gestattet werd , sich inl'w dM .einem Synodo zuverantworten. Der Kayser aber gebotte dem Ertzbi-§mBab§ schoff, Carolum odne Vmugzuwethen. Hingegen befähle derPabst(mit welchem Sigfridzu Rath gegangen,) daß man die Sach unter,suche. Fast zu gleicher Zeit klagte die Priesterschafft undGemetnd zuCo-ftantz,durch etltcheAbgeordnete,Carolushabe stntsetnerWahl keineBi-schoffliche AmtS-Psttchterstattet. Hingegen habe er sieausgesogen,denKirchengüteren selbst nicht verschonende,indeme er ste ausgetheilet un-ter diejenigen, so ihn zum Btschthum beförderet haben (--) - Nachdemenun die Constantzische Kirch 2. Jahre ohneHirten gewesen, wurde zuMayntz ein Concilium gehalten,welchem neben anderen Btfthössen Er-menfrld,Bischoffzu Sitten beygewohnet.Die übrige Helvetische Bt-schöffe,werden unter denen gewesen seyn, so nur Anwält dorthin gesen-det. Aus einem Sendschreiben, welches Stgftid noch vor gehaltenemEoncilto an Pabst Alexander abgehen lassen, erhellet sich, daß als Stg-frid e. i O7o. zu Rom gewesen, ihme der Pabst veebotten habe Ea-rolum zubestätttgen, darum daßer das Mfththumgekauffthabe.Auchklagte Sigfrid in dtesemBrief, weilen er dem Pabst Gehör gegeben,ha-be er multL Vobis iflcilZns Lc mibi mroiersbiliL, viel dem Habs! und"ihme selbst Unliebe» hören und vertragen müssen. Hernach habeihm derPabst befohlen, ein Concilium zuberuffen, zu welchem er denCollnischen Ertzbischoff einladen solle. Estst glaublich, daß des PabstSlieber getreuer, Bischoff Ermenfrid, gleichfalls aus Päbstlichem gutbe-finden in das Concilium komen. Also wurde das Concilium gesamlet,nicht Carolo zu willfahren,sondern auf Päbstl. Einrathen. Doch gtengdas Concilium zu gefetzter Zeit nicht fort; weilen die Bischöffe in Kay-serl. Geschäfften aufgehalten worden. Hernach gienge ein Gerücht,der Kaystr wolle Bifchoss Carolum nach Rom senden, um dieses Ge-schafft dastldst erörteren,und Carolum weihen zulassen. Welches ohneZweifel selbigem nicht übler gedeyet hätte, als vormals dem Sigfrid.Stntemabl das Erkauffen der Pfründen zu Rom nicht angewöhnetwar, die Römer aber Wolken nicht,daß man sie dem Kayser, sondern nurdaß man sie dem Pabst ahkauffe.Uberdtß,suchte der Röm. Hoff,bey die-sem Anlaß und unter dem schändlichen Littet der Simoney , die btß-dahin übliche Verleihung der Btschthümeren durch die Kaysere unL

Fürsten

( 1 ) l-rbb- Ooncil- 7om, p. n»L.