8 ss Helvetischer Kirchen-Geschichten _
feindlicher Überfall, oder ein ander Unglück über ein Closter ergangen,so müßten alsbald die Pfarrkirchen herhatten,indeme man die Zehenden(!r)sd r andere Kirchen.Einkönften,dcn Mönchen tnRachengeschoben,aufsaß die Clösterstch Widerum erholen können, bl. 494 Einige Pfarr-kirchen sind den Prälaten Leibdingweis gegeben worden (i), bl. 469.Wann ein Cioster nahe bey einer Pfarrkirch erbauet worden, hat dasCloster solcher Kirchen Widemgüter (also nennete man die der Kircheigenthümlich gewidmete Güter) an sich gerissen, bl.; 44 . Also wurdendie Bfarreyen zerstört,das Pfarrecht und die den Pfarreren anfangs an-gezeichnete Einkonften,den Aebten oder Clösteren überlassen,diePfarreraber (mehr nicht als solcher Aebten, rc. Vican- geachtet) empfiengenvon denen Einkönste« der Kirchen nur einen Theil, mit eidlichem Ver-sprechen,mehr nicht zuforderen als die Clößer ihnen bestimmeten.Ja ei-nige wurden, wie Herr Bullinger (r) redt) aufden Nutzet und Stolgewiesen, und an Dattel gerichtet. Auch die Wahl solcher Pfarrerenstunde gemeinlich bey den Prälaten,durch welche sie präsentirt worden.
So daß diefePfarreyen dem Btschoff zwaren im Geistlichen,dem Clo« !ßer aber im Weltlichen unterworffen gewesen (l). Solche incorpors-riones derPfarrktrchen,waren ein grössere Sünd a?sSimonie,wieHerrVadianus (m) beweiset. Bernhards Zell war unter denen vielen,demS.Gallischen Closter in,orporirten Kirchen, die erste (n).und geistli. exi. Roch grösseren Schad hat die Kirch durch die Clertsey etli-che Gülrr. pfangen in Geistlichen Sachen , als dero Verhalten beydes der LehrUNd dem Gottesdienst sehr Nachtheilig gewesen, ve genere conversario-Ki 8 -Hus!ir 386 äei sestimari porett. OoÄrinse inäex cittci^Iins ett (o).
Aus dem Wandel kan man urtheilen,wie dteReligion ftye-Dann wannböseSttten,sonderlich derKtrchendieneren durch dieGesätz nicht gestraftwerden,kan sothane Religion nicht gut seyn. So dann die wider solcheSitten streitendeSatzungen nicht gehandhabet werden,erwachsen-ar-ausJrrttzümer und viel andere Ungemach.DiesesKirchen-Alter ist desseein genugsamerBewetstvum,als von welchem der berübmtePapistGe-mbrardns (p) gestehet, d>legligenria Lpilcoporum. mulri sbutu 8 in Lc-clssiÄM irrepterunr,durch der Bischöffen Nachlässigkeit stkd viel Miß-bräuche in die Kirch eingefchlichen.Und Horstius stauch ein Papist,schreibet von dem,daß ihm viel r. oder mehrere Prälaturen und andere
Pfrnn-
(k) ia. p 878. (i) p.S/i. n. r4-(!c) äs 1°i§ur. l-ik. z. c. 6- (I) l-sriA 889.
öe Luckarikis p. 98. (0) Blschvffsberger <Ikroi,. ^bbslisc. p. 88. (u)
LercuU. c!e?rL!cl. c. 4^. (ß) QkkonoloZ. l.id. 4. 541. (<;) »cj bernkarä. 1'ow-
i. ä p.