Band 
Dritter Theil
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C GN.1522.

90 H elvetischer Kirchcngcschkchken_

der Priester den Weiten geben. Die Elosterfrau würd vest gemachet.Doch eräugte sich auch bald Gelegenheit für sie/ sich los zuwürfen (c).Kilchmeyer aber müßte sich verantworten. Solches that er aufsolcheWeis/daß er verhoffte jederman eine Genüge geleistet zuhaben. Aberetliche Monat hernach / als er am wenigsten daran gedachte / ist er erstwegen der Umerschrifft abgedachten Muffs an den Bischoff zmcd ge--siellet worden ; und zwahr so hitzig / daß er vorgesehen / er werdenicht mehr lang zu Lucern zubleiben haben(6). Sell auch ein Capla-ney/zu Zürich in S. Peter/gehabt haben. Ob er nach der Reforma-tion der erste Heister daselbst gewesen (--) / urtheile der Leser auß dem/daß er selbst den z r. 0Lk. ^n.dkr. 1547. von Bern geschrieben : Erwolle nicht ruhen/bis er zurückberuffen werde/und zu Zürich vel mi-nimo loco c;uem baAenus obrinere non pocui , woselbst er nochnichts erlangen mögen / auch die allcrschlechteste Gelegenheit / be-komme. d/ungueem MAANZ cjULlivi, seci potHäen8 Lbjeci me>xiM8,leilririque gnimo religui: Er suche nichts großes/ ja da er nach Wunschhette leben können / habe er solches mit Freuden verlassen. Doch habeer bisher / quoci virre bujus necellirs« srque äiAnirgg eriam recjlli-ril, daß er/zur Nohtdurfft/ja in Ehren zuleben/ bedörffen/nichts ge-mistet.

So / als Sebastian Hofmann von Straßburg/ ein Minorit / zuLucern wider die Anrüffung der Heiligen geprediget/hat dasigcrPfar-rer verschaffet/daß Hofmann in Bischofflichm Bann kommcn/und vonLucern flüchtig werden müssen: Hat aber hernach eine Schutzlchrifft ge-sellet ( 5 ). Myconius sahe vor / daß es ihm nicht besser gehen werde.Ihm würd etwas Vertröstung gemachet/zu Freiburg unterzukommen:aber er Hoffete daselbst kein besser Geschick (Z). Demnach er zu Lucernden Abscheid bekommen/hat ihmZwinglius gerahten/sich mit Gottesgnädiger Vorsehung und mächtiger Leitung / auszurichten : doch zu-krachten / daß er zu Lucern länger zubleiben habe. Dieweil aber sol-ches unmöglich gefallen / hat ihm Hwinglius (der / Myconium unter-zubringen/ getrachtet/ wie Myconius denZwinglium versorget hatte)einen Schuldienst zu Baden angetragen und beliebet (k>); aber Myco-nius hatte hierzu keimn Lust.

Schon

(c) Kilclimej. tz./^UA.I.c.Zsr. 16. b/ov. Lö 2uin^I. (e) Ilr viöcrur C!.^lüllero 1 'ub. /oells UkLs. pzg. 74. /f) lel/c. 5. Op. 2 uinß 1 . II. 586. Ue-

lorm. p. 57. Le/-» ve/r»k

Sit,s^.Hvrcinx.II.L.VI.Z4L. (K) 1b.z46.s^.z5s.