Band 
Dritter Theil
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yr Hekvetischer Kirchengeschichten

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r 52s. Sebastian Hofmann verfügte sich von Lucern gen Schaffhausen/Schaff» in das Barfüsser-Closter/woseibst er Sebastian Hofmeistcr/angetroffen.hausm. Dieser war wegen Evangelischen Predigens berühmt; und hat mitHofmann übereingcstimmet. Beyde haben des Herren Werk / bey je-dem Anlas getrieben. Hofmann liesse sich tm Münster hören. Hof-meister aber in der Barfüffer/in S- Johannes/auch in S. Agnes Clo-sier-Kirch. Schärffte dem Volk sonderlich diese 4. Lehrsätze ein: Dem-nach Christus mit seinem Leib gen Himmel gefahren/seye er nicht leib-lich aufErden/wolle auch solches nicht: Christi Fleisch und Blut/mö-ge im H. Abendmahl nicht leiblich empfangen werden: Christus sollean keinem Ort / als leiblich gegenwerkig angeruffen werden : ChristiFleisch und Blut/werde geistlicher Weise/durch den wahren Glaubenempfangen. Eiferte auch sehr wider das Meßopfer: wider die /^po-rkeolin, oder Vergötterung und Abgötterey: wider den Verdienst derWerken/rc. Er prcdigete hiervon mit grossem Zulaufs; und brachteetliche Stattprediger auf feine Seiten (1). Darvon schreibt Adolph/Stattarzet zuSchaffhaustn/wclchem Lutheri Bücher ^uro Lc Ocmmisckariors, lieber gewesen als Gold und Edelgestein: Daß die Schrifft-gelehrten undPhariseer/Annas und Cajaphas/ m^ximoperö impedireIgrgZum, fuis manclaris Le Hpottolicis liceris, trachten durch ihreMandat und Römische Brieff/dieWahrheit zuverhinderen. Hat gleich-wol gehoffet/ die Christliche Wahrheit werde durch des AllmächtigenBeystand (zuSchaffhausen) emporkommen (li).

ZwingN Sonntag vor Galli / hat zu Glarus/Valentin Tschudi feine ttste

Predig z« Meß gehakten. Zwinglius hielte damahls die Predig: bekante/daß erGlarus. jhnen ehrnahl viel Menschensatzungcn beliebt: und vermahnett sie/sichallein an Gottes Wort zuhalten (m).

Appsn» Die von der Evangelischen Lehr außgegangene Bücher/Haben nunrett. auch im Appenzeller Land ihre Würkung öffentlich gezeiget. Auß selbigehaben viel ehrliche Landleuth/und verschiedme Pfarrer/fo viel erlehrntt/daß 26. Priester sich mit Fleiß auf die H. Schlifft gelegt. Der jüng-ste ander diesen Priesteren war Walther Klarer/Landmann zu Hund-weil/soerst . cbr. 1 21. von Paris heimkommen/woselbst er 4. Jahrdas Känigl. 8üpenclium genossen / und in Lckoii; Oecretorum zuge-bracht/deßwegen er in geistlichem Recht geübtere Sinn hatte/als in H.Schrifft. Würd diß Jahr Pfarrer zu Hundweil/ und hat in seinemAlter etwas von der Reformation des Lands Appenzell zu Papeir ge-bracht.

(I) 8clrlrcht. p. m. 70^. Reform. LckzÄl. ss. fgg. (II) cüc OR valä.

(m) ^ernli. 8rejli. ir> kUR. kcf. Ll/c.