Sechstes Buch
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herzet Mn«- - hs aber hernach vermeint (H/daß er besser gethan hetke/ i) 22.wann er zu A ispurg sich gelitten / und Gott besser vertrauet hetke/daß er ihr.! '''and und Weisheit beschehren würd. Auf daß er nundem Studieren und Betten allein obligen könte / begab er sich in das/ohnfehrn Augspurg/ in Bäyeren gelegene Closter Alten Münster / S.Brigiden Ordens. Wolke sich aber durch Closter Gelübde nicht bin-den lassen : sonder behielte sich vor/nichts zuthun / das wider GottesWork were; und daß/wo er mit der Zeit zu Verkündigung GöttlichenWorts tauglich seyn werde / auß dem Closter gehen möchte. Nichtnur aber haben seine Freunde ungern gesehen/daß er ein Mönch wor-den : sonder er selbst ist / nachdem er ein halb Jahr im Closter gewesen/durch Krankheit von den Kloster Uebungen abgehalten worden. Sol-che Zeit hat er auf Gottselige Betrachtungen verwendet / welche er zuPapeir gebracht/ seinen Freunden übersendet / und auf deren Anhal-ten / ans Liecht kommen lassen. Undcr diesen war sein Buch von derBeicht. Selbiges erweckte ihm viel Feinde. Sonderlich hat Joh.Glappio/ ein Barfüffer/Kaiserlicher Beichtvattcr/wider ihn auf demReichstag zu Worms /w. LNr. 1521. gcfeuret. Hierzu kam die Un-treu der Mönchen in seinem Closter. Demnach er selbige bescholten/daß sie mehr aufMcnschenfatzungen/als auf Gottes Wort sehen / ha-ben sie ihm ihres Elosters bmmcen-Vuch vorgelegt / mit beygefügterhoher Vermahnung; aufrichtig zuzeigen/was darinn Gottes Wort ge-mäß seye/ oder nicht/so wolten sie es verbesseren. Der fromme Oeco-lampadius vertraute ihncn/ste meinten es aufrichtig/legte Hand an dasWerk/müßte aber bald hören/er were ein Ketzer. DieDräuwort er-schalleten aller Orten so stark/daßihm seine Freunde/aufVernemmen/daß er innert drey Tagen solte gesanglich angenommen werden/ Pferdzugesendet: um sich in die Sicherheit zubegeben. Doch verschaffete erbey seinen Closter-Brüderm so viel / daß sie ihm/fast zwey Jahr nachseiner Ankunfft/Abscheid / und einen Zehrpfenmng gegeben (b): begabsich zu Herr Franz von Sickingen / woselbst er Schloßprediger zweyJahr nach seiner Ankunfft gewesen / und einige Schriffken Chrysostomiins Lakinische übersetzt. Zu Ebernburg/ (so hieß dißSchloß) hat er/ Oeeolani»um den Zuhöreren die seligmachende Erkantnuß und wahre Gottes- pAAsforcht beyzubringen / erstlich das Evangelium verteutschk/vorgelesen.
Hernach/an statt der täglichen Meß/eine D.eKion auß H.Schrifft; tesdienstund Sonntags eine Predig gehalten : die Meß aber auf Sonn und Teutsch,
Fest-
f-i) Occol. Nekx.'r. sä Lirktieim. (b) Occot. Lc Aiinel. LxlK. p. 104. tioll,K.L.VI.470. vrlKs.VH.i L.