Band 
Dritter Theil
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io6 helvetischer Kirchengeschkchtm

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i;2z. wann öffentlich eingeredt / welches die Oberteil empfindlich gestrafft/

weilen viel Unordnungen darauß entsprungen. Aber Leo Iud giengvorsichtig in die Sach. Er sagte zum Mönch: Höret mich Ehrwürdi-ger Herr Prior. Wendete sich hiemit auch gegen das Volk: Liebe Bür-ger ftyt still/sprach er. Ich wird mich so verhalten/ daß niemand sichzubeschwehren haben soll: und legte damit dem Mönch die außgestreue-te Unwahrheiten unter Augen. Etliche zörnten über Leonem. Andereaußge. haben ihn verfochten (-). Fehrneren Unruhen vorzukommen/isi Sam-schricben. stags nach der Bescheidung/ vom Stand Zürich ein ^nifeü auß-gefertiget worden/.an welchem alle Kirchendiener und andere Priester/„der Statt und Landschafft Zürich/ so jemand falscher Lehr zuüberzeugen„vermeinten/vermahnet werden/am 29. Tag Jenaer bey früher Rahts-„zeit zu Zürich zuerschcinen / und das / so sie widerfcchten / mit Göttli-«cher Schrifft/ in Teutscher Spraach anzuzeigen. Alsdann / nachdem„es sich befinden werde/daß es mit Gottes Wort überein komme oder„nicht; jedem fortzufahren/oder abzustehen werde befohlen werden: auf„daß nicht immer ein jeder/alles das ihn gut bedunkt/ohne Grund H.„Schrifft / an der Canzel predige/rc. Es würd auch der Bischoff von„Constanz ersucht/persönlich/oder durch eine Bottschafft hierum zuer-„fcheinen. Guter Hoffnung / Gott der Allmächtige werde die / so das„Wort der Wahrheit also ernstlich suchen / mit selbigem gnädig er-leuchten,, (i). Auch die zu Baden versamlete Eidgnossen / wurdenZwing«,' schrifftlich gebetten/sich hierbey einzufinden (K). Hierum hatZwingliusLehr. seine bisher gepredigete Lehr/ in 67. Articul verfasset/und in Truck ver-fertiget: mit anerbieten/selbige außH. Schrifft zuverftchten/und de-nen nachzugeben/welche anders außH.Schrifftdarkhunwerden. Dererste Articul bestreitet die Lästerung : daß die H. Schrifft ohne Be-kräfftigung der Kirch/kein Ansehen habe. Die folgende sind von glei-cher Wichtigkeit: Daß nämlich Christus unser einiger Lehrer und Mil-ler seye: Daß/welche eine andere Lehr/dem Evangelio gleich achten/odervorziehen/nicht wiffen/was das Evangelium seye: Daß Christus daseinige/ewige Haubt der Gläubigen seye: Alle/so in diesem Haubt leben/seyen Glieder und Kinder Gottes/und die Kirch: Ohne Verwaltungdieses Haubts/vermögcn dessen Glieder nichts: Hierauß schließt er/wasvon dem Pracht/Saßungen/rc. der Römischen Clerisey zuhalten seye:und bezeuget/ sein einiger Zweck seye / das Haubt derKirch/in sein ge.dührendrö Ansehen zubringen. Jedem Christen lige ob/allen Fleiß an-

zukeh-

(ü) LxiK.OecoI.Lc 2 uinxIii.p 3 L i-;.b.roA. stein. Hiü.Itet. ^Ilcr. (i) Ox.2 uinZI. r: eo 8 . Luil. kef. x. 67. (K) Abklheid»