Band 
Dritter Theil
JPEG-Download
 

Sechstes Buch.

rL>7

- NCK

den haben wölken (p)/haben zuwege» gebracht/daß sich noch im Herbst/ ^ 52z.'eine traurige Aenderung daselbst begeben. Viel von Zug und Bar/be-suchten die Predigen zu Cappel. Solches würd in folgendem Jahrmit s-Pfund gestrafft (q).

Samstag nach Öfteren / wahrnete Sebastian Hofmeister von Schaff-Schaffhauftn/Zwinglium/sich vorzusehen: Simenmahl dem Verlaut Hausen/nach/Bischoff von Veroli uudFaber gen Zürich kommen/und ihmezuschaffen machen werden. Berichtet anbey/daß zu Schaffhausen/Chri-stus mit grosser Begierd angenommen werde; auch ihme ÖberkeitlicherSchirm zugesagt seye/wann er nur/welches er bisdahin gethan/gesun-der Lehr sich befleiße (r). Daß es gleichwol daselbst noch nicht alles rich-tig/sonder der Widerstand groß gewesen / ist abzunemmen auß dem/daß / als aufS. Geörg Tag/obige 67. Articul Zwinglii/durch eine Gc-sandschafft von Zürich/gen Schaffhausen überbracht worden /man dieGesandten mit schlechtem Vernügen abgewiesen. Dann um diese Zeit/von der Elerisey und dero Anhang / Erasmus Ritter/ein gelehrter/wol-,beredter/auß Bäyerland gebürtiger/Prediger zuRothweil/gen Schaff-hausen beruffen worden/um beyden dastgen Evangelischen Predigeren/Hofmann und Hofmeister/sich zuwidersetzen. Durch so zertheilte Pre-diger/wurd die Statt noch mehr zertrenet. Der kleine Naht hat es mit' Ritter: der groffeRaht und dieVurgerschafft/haben es mit denenEvan-geiischen Predigeren gehalten. So daß der Jamer daselbst groß worde.

Ritter hat erstlich mit lästeren und verketzere/die Widerpart verhaßt zu-machen getrachtet. Fieng hernach an/in TeutscherSpraachMeßzulesen/um das gemeine Volk an sich zubringen. Aber das Volk wolte sich nichtvernügen/Ritter erklähre und gestatte ihnen dan/den rechten Gebrauchdes H. Abendmahls. Doch ist endlich Hofmeister/welcher für den An-fänger geachtet worden/genöhtiget worden gen Basel zukehren/um vonselbiger Hohen Schul/Bekräfftigung seiner Lehr einzuholen. Oecolam-padius erzeigte sich gegen ihn freundlich: Die überige widersetzten sichso eiferig/daß Hofmeister ungeschaffter Sach gen Schaffhausen gekehrt/in Meinung sich gen Wittenberg zuerheben. Als seine Freunde ihmsolches mißrahten/begehrte er vom Raht zu Schaffhausen/daß er c ffent«lich mit seinen Feinden über die streitige Lehrpuncten/auß Gottes Wortsich »sprachen möchte: auf dessen Abschlag/ist er fehrners bey dem Rahteingelanget/mit einer Schutzschrifft/in welcher er seine Lehr mit Grün»den auß Gottes Wort unterstützte; und erlangte zur Antwort/cr sollesich alles Predigens muffigen. Dem hat er zwahr Folg geleistet: gleich-wol

(x) §rcin. KUK. Res. U 5 c. («j) Ibiö. (r) L.VI.