Band 
Dritter Theil
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18r Helvetischer Kirchengefchichten

1524 aber hierüber gern sich mit ihnen ersprachen; und ihres bisherigen Vcr-fahrens/Ursachen anzeigen: in Hoffnung/sich durch Gottes Segen wolhierinn zuverg!eichen; zumahl sie nichts kieues machen/und nicht weitergehen/ais sie Gottes Wort weise. Bisher auch nichts gethan/daß ih-nen verweislich seye. Daß aber die Unterthanen in gemeinen Herrschaff,ten/Evangelischen Glaubens wegen/sollen gestrafft werden/seyen die vonZürich bey solchem Abscheid nicht gesessen/und verlangen/daß man aufsolchem nicht beharre. Endlich begehrten die von Zürich/den mündlichgethanen Vortrag/in Schrifft: ist aber ihnen von den Bvttschafftermabgeschlagen; hergegen vonwegen Lucern/Ury/Schweitz/Unterwalden/Zug und Freiburg angezeiget worden/daß diese sechs Ort/den StandZürich/nicht mehr zu Tagen beruffen/noch bey ihnen sitzen lassen wöl-ken ; es were dann / daß sie von den Lutherischen Handle« abstehen:hoffen auch übrige anwesende vier Ort/Bern/Glarus/Basel undSo-lothurn/werden zu ihnen stehen. Darüber Zürich sich vernemmen las-sen-- ketten nicht gekrauet/daß man so hitzig gegen sie seyn solte.v. Den 18- Tag Heumonat / ist vor klein und grossen Mähten zu

Schaff- Schaffhausen/durch Herr Sebastian von Stcin/ein fast gleicher Vor-vausen. geschehen : daß nämlich sie von Lutherischer Sect abstehen / odersich darvor hüten sollen. Haben anbey nicht vergessen / ihr Mitleidenzubezeugen/wegen neulichen Hagelwetters/welches um die Statt her-um: auch in der Statt/den Gebauen/grossen Schaden zugefüget. DieGesandten wurden mit kurzem Bescheid abgefertiget. Dann ihnenLobl. Stand Schaffhausen gleichmässig geantwortet - daß sie fehrnersgeneigt/allem nachzukommen/was die Eidgnössische Bündnuß erforde-re. Das H. Abendmahl/die Beicht/die H.Muter Gottes werde beyihnen nicht geschwächt: Mcß/S ibenzeiten/die letste Oelung/werden ge-übt : mit Wilderen kein Frefel getrieben : sonder durch ein öffentlichMandat/ geborten/daß jcderman die Bilder / solang es der Oberkeitgefallet / bleiben: und sie als die Oberhand damit handle« lasse. Deraber die von ihm / oder von seinen Vorderen gemachten Bilder / außder Kirch nemmen wolle / möge mit Vergünstigung des Burgermei-sters/solches thun. Es seyen zwahr mancherley andere Ceremonien oderZinselwerk abgethan: doch der Gottesdienst dardurch nicht geminderet/sonder vermehret worden. In dem sie all ihr Vertrauen auf Christumsetzen/als ihren einigen Heiland/Genugthüer und Bezahlen Lassen in-zwischen männiglich glauben/nachdem er meine/seincr Seelen Seligkeitzuschaffcn. So sie dann zu Abschaffung der Mßbräuchen/etwas bey-tragen