Band 
Dritter Theil
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Sechstes Buch.

--- —-.- NC.G.

Christi schmachlich seye: Gottes Wort aber und dieReformation/zch- 1524.len dahin/daß Christi Leib und Vlut/demChristen-Volk/unter beydenGestalten dargereicht werde; zu einer Wiedergedächtnuß des LeidensChristi: Begehrt endlich/daß denen Kirchendienern auf bevorstehendeWeihnacht gestattet werde/dieses H.Sacrament schlechtlich/nach Chri-sti Einsatzung darzureichen. «Dann wir (spricht er) der Welk den„aufrichtigen (eigentlichen) Gebrauch nicht verhalten mögen. Und ob„man uns gleich nicht erlaubte/müßten wir/bepde Leib und Blut/Vrot„undWein/denenBegehrenden darreichen: oder beydemWort Gottes„lugenhafft stehen/rc. (00). Diß Begehren ist erst Lkr. 1525. zumStand kommen.

Als v. Luther sich vememmen lassen/Christus seye im Brot des v. Lu-H. Abendmahls/als groß und lang er am Creutz gehangen/ärgerete sich Eers/lindv. Carlstad/und haben ihn angeregte Wort zuhart bedunket. Als aber JE.v. Luther/welcher auß Bl. 148. verdeuteten Ursachen/mit selbigem übel mene-gestanden/in einer den 22. Tag Augstmonat zu Jena gehaltener Predig/ streit-diejenigen gestrafft/welche Bilder/Holtz und Stein zureissen/TauffundSacrament des Altars wegnemmen / außraumen und ganz zunichtemachen; hat ihn Carlstad/welcher selbst Zuhörer war/und solches aufstch gezogen/gleich nach gehaltener Predig/in der Herberg zum schwar-zen Bären/bejucht. Nach langem Streit/gab Luther dem Carlstad/ei-uen Goldgulden auß seiner Taschen/auf die Hand/als einm Dingpsen-uing/offenklich wider ihn vom H. Abendmahl zuschreiben. Earlstad/derdiß Jahrs von Wittenberg gewichen/und nun Pfarrer zu Ortamund/einer Statt in Thüringen/gewesen; die Bilder daftlbst abgethan / undfeine Meinung wider die leibliche Gegenwart/seinerGemeint» allbereiteingepflanzet: müßte bald nach dieser mit Luthers gehaltener Handlung/den Flecken raumen/kam gen Straßburg/woselbst er Ottonem Braun-felsium/aufseine Seiten gebracht: zöge gen Basel: und liesse dort sechsBüchlein trucken / ohne daß er mit dasigen Gelehrten sich hierüber er-sprachet (pp). Derowcgen beyde Buchtrucker in Gefcivgnuß geworf-fen worden seyn sollen: «Weilen (also schreibt Erasmus/) darinn ge-,,lehrt worden/Christi Leib seye nicht wahrhafftig im H« Abendmahl :

-.welches weder Gelehrte noch Ungelehrte leiden könten«. Erasmusschreibt fehrner: darum dörffte es eine neue Aufruhr und Tragedienabgeben (p). Hat sich leider! darinn nicht betrogen. Dann Carlstadwar der erste/welcher nach der Reformation in Teutschland/das mund-

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(00) (pp) 2uinx1. Op-H.r.44-Tmüuus Lpiü. p. 604. fruürä comr»-

»um icnbic. (x) I>oc.cit.