Band 
Dritter Theil
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N.C.G.

-56Z.

Obsiedis

Censur

passiert?

Ochini

Verhak«

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8iL 57erveiischcr Kirchetigeschlchtm

ärgerliche Sachen enthalten: welche mehr zum Verderben / als zur Er-bauung dienen. Wegen solcher Aergernuß / ftye er feines Dimsts ent-setzet/und von Statt und Land gewiesen.

Demnach Ochinus sich auf die Baslische Censur berußen/wollenwir dem Leser den Bericht mittheilen/welchcn o.Wrssenburg von Ba-sel/ den XXV. Tag Winterm. an Bullingerum überschrieben : MitOchini Gesprächen gehet es uns/wie eueren Bürgeren. Wir empfan-gen verschiedene Brieff von Straßburg/in welchen uns fromme Leuthdaselbst beschuldigen/daß wir dergleichen ärgerliche Bücher trucken las-sen. Man erachtet/diß Buch werde erster Tagen/zu Srraßburg/außOberkeitlichem Befehl/als Ketzerisch verbrennt werden. Um daß der-gleichen Schreiben an unseren Naht gelanget/hat selbiger uns/gleich dereuerige euch/befohlen/das Buch durchzusehen: und zuberichten/ ob eSvon den Lentoribus gutgeheißen worden. In dessen gehorsamer Er-stattung/ hak sich hervorgethan/daß Castalio/wie er sagte/auf PetriPern-e/des Buchtruckers Begehren/sothane Gespräch/(auß der Ita-liänischen / in die Latinische Spraach) übersetzt. Solches widersprichtCastalio nicht. Wer sie censiert habe/finden wir nicht. Pcxna berich-tet/habe das Buch Basilio Amerbachio/nach GewohnheiMs damah-ligem keNori übergeben. Amerbachius / well diß Buch Italiänischwar/hat die Censur Curioni überlassen. Curio aber sagte: Hette zwahrdiese Schrifftcn durchsehen / doch nicht censiert/vielweniger zutruckenerlaubt: Hiemit ist noch unlauter/wem diese Schuld beyzumessen. Hie-zu komt/daß Beza den Castalionem/in einer scharffen Widerlegungs-schrifft angreifft / auch unsere Schul und Kirch empfindlich mitnimt/daß sie einen solchen Mann geduldet. Castalio wird deßwegen zur Ver-antwortung gezogen werden (e). Diese Wort geben mit / daß der Ur-heber / Dollmetsth und Trucker/(auch ein Jtaliäner/) die Kirchen zuZürich und Basel/zubetriegen sich wol verstanden: diese Gespräch aber/zu Basel nicht nur nicht gutgeheißen/sonder niemahl in der Censur ge-wesen : in dem/was in Latin getruckt worden/ in der Italiänischen/einerden Cenloribus unbekanter Spraach/zuübersehen gegeben worden.

In dieser Zwischenzeit/Hat Ochinus seine Sachen auf der Gant zu.Gelt gemachet: und sintenmahl er/als er von Bullingers einmonium begehrt/zwahr dieses Begehrens abgewiesen/doch gutherzig/und mit Bezeugung des Mitleidens M erinneret worden/daß die/inseinen Gesprächen enthaltene/und theils verklüglcte Fehler/je länger jebeller/uud gröber herfürleuchttn: und Bullmger von ihm/nachdem er

sich

(e) Lx^ucogr. CO 5iml. Vir. LuIIinZ-