898 Helvetischer Kirchcngeschichten
1566. er am 10 Tag Herbstm. mit dem Schwert hingerichtet worden (if).enthanb- Arnold redet von denen Lehrpunctcn / von welcher wegen Valentinus;e«t. und zwahr / sagt er / «rbevmahl <ruß <5alvini Anrrieb(f)/Amokdi tzer die ^berkeit dazu vermocht; hingerichtet worden / alsn>ere es um nichts als spitzfündige Fragen/ und besondere RedensartenU, o"' zuthun gewesen. Aber dieser gelehrte Man übersihet sich stark/und zwahrzweyfach: Erstlich/daß er abermnhl seine Passion gegen Calvinumaußstosset/und ihm beymisset/daß erdcsGentilisTod verursachet: dadoch Calvinus allbereit zwey Jahr tod gewesen. Nach grösseren Feh-ler begehet er in Verringerung der Ursachen seines Tods. Es war/we-der um blosse Wort / noch um unnöhtigc Spitzfindigkeiten zuthun:sonder um die Grundlehr von dem wahren ewigen Gott: welchen die-ser Böswicht nicht nur verläugnet/sonder gelösterer (Z): auch unsereKirchen wegen dieses Haubtarrikels für Ketzerisch außgcschryen: undzwahr/nachdem er öffentlich Besserung versprochen. Des ehmahls ge-leisteten und übersehenen Eids(k) gedenket Arnold mit keinem Wort.Er Woltt UNder anderem behaubten/l'res eile -etemos 5piriws,czuo-rum guiliber per te veus eil: Laugnete doch / daß der Sohn/und derH. Geist ewig / und daß sie wahrer Gott seyen. Zu fast gleicher Zeitist / auch zu Bern / gleicher Weise ein Widerkäuffcr belohnet worden.Dessen Hartnäkigkeit so unüberwindlich gewesen / daß er an seinem Le,bensend/nicht gestatten wollen/daß jemand für ihn bitte: wolte auchnicht mit anderen betten; sagende/er bedörffe ihres Gebetts nicht: erkönte für.stch selbst bitten (>i).
«Spi'fama Jacob Paul Spifama/Bischoffvon Nevcrs/ein gelehrter Mann/Zu Genf und geschwinder Kopf/Hat dieses Bischthum (dessen jährliche Einkunff.entyaub- ^ auf 40202. Pfund sich belauffen sollen/) verlassen/und ist gen Genfgezogen / woselbst er das verlängere Bürgerrecht erlanget / und sich sowol zuschicken gewußt / daß man ihn/wegen gewisser Geschafften / inFrankreich gesendet. Als man aber benachrichtiget worden/daß er Nach-wahl sich daselbst um ein Bischthum bewerben wollen / und man einwachtbar Aug auf ihn geworffen; hat man in Erfahrung gebracht/daßer einem ehrlichen Mann sein Eheweib entführt / bey welcher er / eh erauß Frankreich abgereiset/im Ehebruch ein Kind gezeuget/welches er zuGenf für ehelich vorgegeben. Um solches Vorgebe.» beglaubt zumachen/und seine nicht geringe Mittel / auf diesen Bastard/als rechtmäßigen
<"K) 8reri.II. ris- (s) XVI.zz (g) ^rer.»iü. 6cnr,I. c. i8.Se X^ols.
inL56r. p. ir-.b. (ii) Lniiinz. ^.§6. Bey diesen Buben gilt- nicht Ur-phed brechen, (ii) »Liier. I.c.