Band 
Dritter Theil
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Sibendes Buch.

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Befehlshabere / ärger worden/ als die erste gewesen. Sss'ti Nuntium r;S6.bedunkte nun/daß seine Gegenwart/bey den Eidgnossen unentbehrlich/und daß selbst die Römisch-Cakholische/dem Röm.Stul unterthänigeOrt / allzu viel Freyheit: der Röm. Hof aber / noch zuwenig Ansehen/und Gewalt/bey ihnen hette. Zumahl er zwey Stuck bey ihnen erlan-get haben soll / für welche ihm der Papst ein Danksagungsschreiben zu-gesendet. Erstlich / daß sie (nachdem sie von ihm das Sacrament em-pfangen) den obberührten Vund zusamen geschwohren : die Hände/knyend/ auf das von dem Nuntio vorgehaltene legende. Dem-nach/ daß diese vomierte ihm / und nach ihm kommenden NuntiisFreyheit ertheilt / eine unumschränkte geistliche JuriscliLkion in diesemLand/so wol in Burgerlichen/als in peinlichen Sachen/außzuüben: dieOericos in Verhafft bringen zulassen : und jeden / nach befinden derSach/abzustraffen. Zu welchem End Nuntius/sich ein absonderlichesGefängnuß einräumen lassen : in kurzem sich selbst/als einen eifrigenVerthädiger/ der Päpstlichen/und Kirchen-Autoritet/erwiesen: auch Capuci-verschaffet/daß an verschiedenen Orten/besonders zu Appenzell/Capuci- ner zuner-Clöster aufgerichtet / und mit (ihrem Vernichten nach) frommen Apven-und gelehrten Mäneren besetzt worden/durch dero Wandel die Päpstlererbauet werden: und durch deroGelehrtheit den PredicantenWidcrstandgeschehen (H solte. Zumahl die Evangelische Appenzelker/an denen jeni-gen Capucineren / welche zu ihnen kommen/zwey Ding wahrgenom-men/ darüber sie sich befrömdet/und zum theil geärgeret. Beyde warenCapabel / diesen Gästen gleich Anfangs allen Credit bey den Evangeli-schen zubenemmen., Erstlich/daß sie wider bisherige Gewohnheit derenPapistischen Lehreren/in ihrem Land: auch wider die Maximen Päpst-lichen Hofs/und Röm.Kirch/sich schrifftlich anerbotten/mit den Predi-canten zudisputieren/und zu Herisau zupredigen. Zweytens/daß einigeCapuciner/ ihre Seel zum Pfand der Wahrheit ihres Glaubens/ange-bokten. Der Selige Bischoffsberger erzehlet hierüber diese Nachden-kens /und Gedächtnußwürdige/felbiger Zeit hierüber gemachte Anmer-kungen Es ist dafürgehalten worden/schreibt er / daß die Seel demMensch ohne Mittel von Gott gegeben : und derhalben als ein fröm-des Pfand: deßgleichen in einer so wichtigen Sach/und für so viel See-len nicht gleichgültig / und genugsam seyn könte: es auch insonderheiteinem jeden seine eigene Seel gelte (b).

Der Verfasser des Lebens Sixti vermeldet zwey Veyspil/ in wcl- Nuntiichen dieser Nuntius so eifrig sich erzeigt / daß die Eidgnossen dadurch M'A..

richrunge.

(s) Vu.8ixti. x. LAi. (b) Ltiron. 65.