Band 
Dritter Theil
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944 _ Helvetischer Kircherigeschichien _

ten fehrner / Donstag den 18. Apr. / den Lobl. Raht / daß die Lehr vomLeiden und Sterben Christi für uns Menschen / von der Verheißungdes Evangelii / die allen lieben Gottes Kindcren / sonderlich zu gutemTrost geschehen: von Gottes Gnadenwahl / und Verwerffung der Un-gläubigen/mit welchen wir Gläubige/weder Theil noch Gememschaffthaben : vom H.Tauff / und Wiedergeburt der Gläubigen und ihrenKindcren / im Gnadenbund Gottes begriffen; daß / sage ich / diese Lehrwie sie von Beza schrifft-und mündlich vorgetragen / und von Maus-lin unterschrieben worden/keine neue Lehr seye: sonder mit der Berni-schen Reformation/und vilpmärion: mit der Lehr Berchtold Haklers/und anderen ersten Lehreren/deren Evangelischen Eidgnöffischen: mit derPfältzischen/und anderen Reformierten Kirchen übereinstimme. Nach-dem sie sich mit Nammen/wegen vier obigen Artlklen erläuteret/schlies-sen sie / daß dem Beza und Musculo unrecht geschehen / und wie diesebillich wider die falschen Anklagen geschirmt werden: aljöbedörffeHu-ber (welchen sie ihren lieben Bruder nennen) / daß man ihn hinderhal-te: damit er anderen könfftighin schohne: eine Lehr wol erdaure/eh erfle verwerffe. Dann er/und wir/(sagen sie) alle die Tag unsers Lebens/noch wol zustudieren haben. Doch betten wir einmühtiglich/Euer Gna-den/für gemeldken Herren Huber: welchem wir alles guts anwünschen.Wir trösten uns auch / nachdem er dißmahl angelassen/es werde ihmeine gute Wahrnung seyn. Aber am 22.Tag Apr. ist er von Klein-und Grossen Nähten seines Kirchendiensts / und Amts entsetzt: sol-ches ihm/vor besagter hohenVersamlung angezeiget; und fehrner ein»gebunden worden/hinkönfftig still zuseyn: deren Artiklen zugeschweigen:und Herren Mufculo keine Ungelegenheit zuzustatten. AM folgenden24. Tag Apr. sind die frömde Ideolog, von Bern wiederum abgereiset.Claudius Zugleicher Zeit / hat sich ins Feld gelassen Claudius Alberius / einAlbertus/ käeäicus, kkilot. ?rof. zu Lausannen. Selbiger hat auß falscher Er-lasset sich Mrung/des vom H. Apostel Paulo in dem Sendbrieff an die HebreerweNM. gerauchten Wörtleins / t)eiligmachiMZ / die beyde heilwürkende

Gutkahten/ des Sünders gnädige Gerechtmachung in Christo / undkräfftige Heiligmachung durch den H. Geist nicht zuunterschelden ge-wußt. lioc porWmüm urZebar: Kezenergrionem esse parcem ov-juiUsscurionis noürL(u). Wolte bkhaubten/1. baß die Gerech-tigkeit / durch welche der Mensch vor Gottes Gericht gerecht gesprochenwird/eine Gerechtigkeit seye/welche der Geist Gottes in dem Menschenwürke. 2. Daß die vor Gott gültige Gerechtigkeit / nicht mit Glaub "

ergriffen

(u) Ski Uuic. s.blov. 1587.