964 Helvetischer Kirchmgeschichten
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r;§8. nigen/und immerwährenden Verstand der Rechtgläubigen Kirch strei-te/solches schrifftlich anzuzeigen heimgcstellk. Werde dann dergleichenetwas ihnen (verstatt und Kirch Zürich) zukommen / werden sie sichalso erzeigen / daß die ganze Christenheit merken solle / daß sie in allenReligionösachen / keinen anderen/ als GorteS/und Christi Verstand ftl»chen (Z). Solches hat der Bischofs sich belieben lassen/und versprochen/mehrgedachte Glaubensbekanrnuß allein auß H. Schufst zuwiderlegen/und als 1keie8,oder OispurLlionl8 gen Zürich zusenden (b).
Pistoni Nach Vermessung mehr als eines Jahrs / hat Pistorius geschrieben/Blödig- die XV11. ersten Capitel seyen nun von ihm widerlegt: wolle aber/undk«it. dörffe selbige nicht von Handen geben/eh und bevor Zürich/in ein münd-liches Gespräch eingewilliget (i). Ihm aber ist von Seiten Zürich ge-antwortet worden: daß nicht nur eine Widerlag etlicher Capitlen/son»der der ganzen Glaubensbekantnuß / übernommen worden. Zu dem/wolle/und könne man vor Uberscndung/und Erdamung sothancr Wi-derlegung / sich zu keiner weiteren Entschließung erklährrn. Welchesvon dem Bischofs übermahl genehm gehalten / und dem Pistorio dieWiderlag fortzusetzen eingeschärfft worden. OhngeachketZürich gegenden Bischofs offentlich/und mehrmahl prorelkiert/sie mit Pistorio außgewissen Ursachen hierin» nichts zuschaffen haben wollen. Als es über-mahl sich ein Jahr verzogen / ist ein groß Buch gen Zürich kommen:Groß- unter dem Titul: Widerlegung CalvinijÄier und Fwiirgli-spreche- scher LontelUon. In dessen Erdaurung aber war nicht die ganze Lon-iÄUon,auch nicht XVII. Capitel/ sonder allein die z. erste Capitel ba-nnn angezäpftt: nicht auß H. Schrifft / oder anderen guren Gründenwiderleget/sonder eine boßhasste Lästerung der Reformierten Kirch/wel-che er des Teufels Kirch betitlet: eine ungütliche Verkehrung unserLehr: und eine unbeschreibliche Verlästerung/nicht allein unser priv-rc-Schrifften / sonder selbst der H. Schufst/ als der sich vernemmen lastLaste- sen: Ohne der Kirch Zeugnuß tönten wir weder wissen/ noch glauben/
rung. baß wahr seye / was in der Schufst stehet. Wir haben dem H. Geist
bey der Kirch vielmehr zutrauen / als bey dem beschriebenen Wort:Wann gleich die Schrifft sagte / wie fehrn und weit sie Gottes Wortwere/ hetten wir nicht darauf zulosen/als auf ihr eigen Zeugnuß: dieSchrifft seye eine wächserne Nasen/und Zankeisen. Nun die Berge-wisserung der unüberwindlichen Wahrheit unsers Evangelischen/rechewahren/Catholischen Glaubens/als der auf das einige Fundament der
Pro-
(g) 10 . ^,.§8. H.Ä. Lit. p. ;.b. (k) ro. H,ug.^.->8. ^K.cir. p. I 5 -K. (i)
-.Oec. Ib.x. 17. m. 1600. In