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Erster Band
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die Wissenschaft gefunden, welche dem Fortschritte seine Regeln vor-zuschreiben vermochte, so könnte dieselbe doch nur auf der Kenntnißdes bereits zurückgelegten Weges beruhen: hieraus erfolgt die umso größere Wichtigkeit der historischen Forschungen, als sie, nachdemsie aus ihrer Jndividualisirung herausgetreten sind, die ganze Weltumfassen gleich einer großen Epopöe, in welcher jede Nation zumBesten der Menschheit einen Gedanken Gottes vollzieht. Die Philo-sophie der Geschichte darf sich nicht das Recht anmaßen, die Formdes Fortschrittes vorzuschreiben, wohl aber muß sie von selbem Notiznehmen unter Beobachtung der Erscheinungen, welche den erhabenenZug der Civilisation vom Osten nach dem Westen begleiten. Sehenwir, wie sie aus dem Herzen Asiens sich nach dem atlantischen Ozeanwendet, siegt und einen Halt macht: an jedem Haltpunkte nimmtsie einen neuen Glauben, neue Sprache, Sitten, Gesetze und Ge-bräuche an; die Lebensfragen in Betreff der Beziehungen zwischendem Menschen, Gott und dem All, der politischen, geselligen undhäuslichen Ordnung werden aus's Neue angeregt, entschieden undangenommen; im nächstfolgenden Zeitalter jedoch nimmt die Civili-sation ihre Pilgerschaft wieder auf, woran sich jener Fragen neueAnregung und Lösung schließt. Von ihrem Wege wird sie abgelenktdurch den Zusammenstoß der Geschlechter der Sem und der Ja-phet, von deneii das eine von Mitternacht, das andere von Mittagheranzieht. Beide begegnen sich auf dem nämlichen Boden, prallenan einander an, vermischen sich sodann und gleichen sich aus, schöpfenjedoch mit jeder neuen Periode an ihrer Urquelle neue Lebenskraft:bald verbreiten die Söhne Sem'S die Künste des Geistes undLurus, bald sind es die Söhne Japhet's, welche in die Zelteder Semiten einfallen und den verkommenen Südländern mit ihrermännlichen» unbeugsamen Kraft eine neue Lcbensfülle einflößen.

In entgegengesetzter Richtung rückte die Civilisation des äußerstenOstens heran, gleichfalls von den Hochebenen Mittelasien's aus-gehend, um langsam der Sonne entgegen zu gehen. Gleich derunseligen wird sie durch die Mischung mitternächtlicher und mittäg-licher Menschen modifizirt: denn der Norden, welcher uns die Pe-lasgcr, Scythen, Celten, Thracier, Slaven sandte, spie über sie dieJoung-Nu, Mongolen und Mandschus aus, welche sogar bis an dieUfer der Oder ihr furchtbares Kriegsgeschrei erschallen ließen

„Zaphet wohne in den Hütten Senrs." Von. IX. L7.*') Umer Gengis-Kan.