Band 
Erster Band
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höre» jedoch die kleinlichen Zwiste einer kaufmännisch und militärischgewordenen Politik nicht auf. Diese beiden charakteristischen Merk-male treten insbesondere in der russischen Politik zu Tage, welchesich mit der protestantischen Partei verbindet, um dem deutschenKaiser das Gleichgewicht zu halten; ebenso auch in der englischen,welche an der Spitze Europa's steht, während England's Herrschaftsich von Indien nach Peru erstreckt: ein sprechender Beweis, daßnicht die Stellung, sondern Muth und Geist Macht verleihen. Dieüberseeischen Niederlassungen nehmen an Wichtigkeit zu, und sind indem Maße von wesentlichem Einflüsse auf die europäischen Verhält-nisse, daß man sich in Sachsen wegen des Besitzes von Canadaschlägt.

Lassen wir diese Monarchien, welche eigentlich nur von Günst-lingen, Maitressen und dem Beichtvater regiert und vertreten wer-den, in träger Ruhe den sie vernichtenden Blitzstrahl erwarten, lassenwir die Pforte nach dem Frieden von Passarowitz ( 1718 ) nur nochum ihre Existenz, nicht mehr um Eroberungen kämpfen, währenddas aus den Steppen und der Barbarei hervvrgegangene Rußlandin den Angelegenheiten Europa's die vorherrschende Rolle spielt,während die russischen Flotten des baltischen Meeres auf dem Mittel-meere schwimmen und die Türken bis in das schwarze Meer ver-folgen. Katharina, zur Schiedsrichtern der Meere erkoren, willsich zur Befreierin und Gesetzgeberin Griechenland's auswerfen,und bezeigt nicht übel Lust, ihre Nebel gegen das liebliche Klimades Hellesponts zu vertauschen. Sie läßt das unbekannte Innereihres Reiches erforschen, vom Archipel des Nordens an, bis nachPersien, vom Kaukasus bis nach Japan. Während Beh ring denNordvsten Amerika's entdeckt, vollendet Anson seine Reise um dieWelt, nähert sich Cook dem Südpole, dringt Danberger in'sJnnnereAfrika's ein. Anderseits scheinen Maupertuis und Lacon-damine, welche astronomische Pyramiden am Pol und unter demAequator errichten, im Namen Europa's von der durch sie ver-messenen Erdkugel Besitz zu nehmen.

Auch die orientalische Welt wird in den Wirbel der unsernhineingezogen. Das Birmanenreich weiß seine Unbeweglichkeit nichtzu vertheidigen, und die Subabia Bengalens hat die Engländerzu Feinden oder Herren. Mameluken, Wechabiten, Afghanen, Kouli-Kan geben Egypten, Arabien, Indien, Persien mit Gewalt neueStaatseinrichtungen, während zur selben Zeit Joseph II, Leopoldvon Toskana, Karl IH von Neapel, Katharina, Friedrich ll