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für den ältesten baulichen Ueberrest in Egyptcn hielt, der jüngstevon allen ist... Die Epoche des Pronaos von Esne fällt unzweifel-haft in die Negierungszeit des Claudius. Seine Skulpturen gehenbis auf Caracalla, und darunter gehört der berühmte Thierkreis,über welchen man so viel geschrieben hat *).
Aber vielleicht hat man zu der Vergleichung der Style oder zuChampollivns System kein Vertrauen? Nun wohl; der Rei-sende Caillaud brachte in der neuesten Zeit den Schenkel einerMumie aus Egypten zurück, deren griechische Inschrift aus dem19ten Regierungsjahre Traf an's, also aus 115 n. Chr., ist, undauf welcher sich außerdem ein Zodiakus befindet, der ganz so einge-theilt ist wie der zu Dcndera befindliche, welchen man somit nurnoch als ein astrologisches Räthsel betrachten kann.
Astronomische Anstchten.
Mit einem ungewöhnlichen Apparate von Gelehrsamkeit aus-gestattet und daher schwierig, des Irrthums zu überführen, unternah-men es Andere, das hohe Alter der Menschen vermittelst der Kennt-nisse, die sie in verschiedenen Wissenschaften, namentlich in derAstronomie besaßen, nachzuweisen. Diese letztere verlangt ruhige,geordnete, soziale Verhältnisse uud die Begründung eines auf einerlangen Reihe von Beobachtungen fußenden Wissens. Finden wirdaher bei irgend einer Nation vorgerücktere astronomische Kenntnisse,so können wir mit Recht derselben ein hohes Alter zuschreiben.
Die Egypter hatten ihr Jahr genau aus 365 Tagen gebildetund zwar aus einigen abergläubischen Gründen, obgleich sie den Wi-derspruch mit der natürlichen Dauer wohl erkannten Da esihnen jedoch sehr wichtig war, das natürliche Jahr genau zu kennen,wegen der Bestimmung des Solstitiums, mit welchem das Anwachsendes Nils beginnt, suchten sie einen Stern, der zu dieser Jahreszeit
Mau vergl. auch De KuiAnes, mir Iv« Aoillagues-»rientuux, ludenDenkschriften der Akademie der schönen Wissenschaften, t. XI.VII. I. < -tronne, keelicrelres pour trervir ü I'I,i->luiro <!>- I'irlxvpta zienllantIn üuinrnation <1«8 Orec« ot <Io8 kvmain«. Lelorraitt, der nur mirvieler Mühe die Erlaubniß erhielt, ihn von der Tempelwölbung abzu-lösen, übergab das Psanispherinm von Dcndera der königl. Bibliothekin Paris.
**)Geminus, Zeitgenosse des Cicero, führt diese Gründe an. Nnsg.». Halma.
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