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eine Benennung. Gott schuf ja auch den Menschen vollkommen ^).Wie hätte dies der Fall seyn können, würde ihm das Wort gefehlthaben, durch welches der Mensch erst ein vernünftiges Wesen wird?Man muß hieraus schließen, daß die Sprache von Anfang an vonGott gelehrt ward, welcher mit ihrer Hülfe dem Menschen diewichtigsten sittlichen, wissenschaftlichen und religiösen Begriffe mit-theilte.
Indessen hält sich nicht eine jede Intelligenz lediglich an denGlauben, sondern verlangt auch Beweise. Sie sind hier im Ueber-flusse vorhanden, wie überhaupt jede offenbarte Wahrheit. Einigedenken sich, nachdem sie aus materiellen Keimen entstanden, hättendie Menschen gelebt „gleich von der Hand, die sie hervorgebracht,verlassenen und auf eine wilde Erde hinausgestoßenen Waisen" ^);vöm Bedürfniß gedrängt und dessen Gesetzen allein gehorchend, hättensie Anfangs gewisse konventionelle Laute (Interjektionen) erfundenund von denselben sich langsam zu den höhern Redetheilen erhoben.
Um sich aber über die Bedeutung willkührlicker Laute zu verstän-digen, war doch immer bereits eine Sprache nothwendig. Wie könntedenn auch anders der von einem Menschen gebildete Laut irgendeiner in dem Geiste des andern vorgefaßten Meinung entsprechen?Die Thiere heulen seit undenklichen Zeiten: konnten sie eine Sprachebilden, welche über unartikulirte Laute hinaus gegangen wäre?Hätte der Mensch niemals sprechen hören, so würde er des Wortesberaubt geglichen sein, wie sich klar am täglichen Beispiele derTaubstummen zeigt; wenn dieselbe eine Zeichensprache erlernen undGedanken fassen, so ist der Grund hievon nur, daß sie in einer Ge-sellschaft aufwachsen, deren Erziehung auf der Sprache beruht. Wiehätten die logischen Unterscheidungen, die sprachlichen Feinheiten, dieSteigerungen der Zeiten, Moden, Personen vom Menschen bei dervorausgesetzten ursprünglichen Hülflosigkeit erfunden werden können?Und wann war diese Periode ursprünglicher Hülflosigkeit? Dennwann und wo wir auch dem Menschen begegnen, so spricht er be-
erzeugten Mannigfaltigkeit ; die Verbindung zwischen den beiden Weltensey auf unwiderlegbare Weise bewiesen durch die Kosmogonien, dieDenkmäler, die Hieroglyphen, die Institutionen der asiatischen und ame-rikanischen Völker.
*9 Und Gott sahe Alles, was er gemacht hatte, und es war sehr gut.Gen. I, 34.
4 vIn ei, kiiinv«.