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Erster Band
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ein besonderes Werk über die Assyrer zu schreiben * **) ), spricht in seinerGeschichte nur beiläufig von denselben Ctesias, der Arzt desjungen Cyrus, dem Diodor genau folgt, und welchen Aristo-teles für lügnerisch und unwissend erklärt, obgleich er bei nähererPrüfung wohl mehr Vertrauen verdient,- füllt die älteste Epoche mitFabeln in orientalischer Weise aus. Syncellus, Eusebius,Ptolomäus sind so neu, daß sie ihren Aufstellungen kein Ansehenverleihen können. Von Berosus, einem chaldäischen Schriftstel-ler ***), besitzen wir nur Bruchstücke, und diese sind vorzüglich me-taphysischen und cosmogonischen Inhalts -h). Neue Aufschlüsse, diewir benutzen werden, gewährte die Entdeckung der Zend-Bücher.

2180 L. Chr.

Die heilige Schrift berichtet, Nimrod, „ein starker Jäger",habe um Babylon, Arach, Achad und Chalanna im Lande Sennaar,327 Jahre etwa nach der Sündfluth, ein Reich gegründet. Dieses chu-sitische Geschlecht, welches die Griechen Aethiopier nannten, wäre dem-nach das erste, welches sich in befestigten Städten einschloß, um vonhier aus über die Hirtenstämme zu stürzen, Menschen und Thiere zujagen und sie innert ihrer Mauern zu bergen. Die Lage Babylon'smachte es bald zum Mittelpunkte des Handels und in Folge dessenebenso reich als mächtig.

Nimrod, der „anfing, mächtig zu werden auf Erden", gingnach Assyrien und erbaute daselbst das nach seinem Sohne Ninusgenannte Ninive -f-j-). Ninus ordnete dagegen aus Dankbarkeit

*) I, 184.

**) Er nennt Ninus, den Gründer dieser Monarchie, (1, 178.) der 1237zur Regierung gelangte, hieraus nennt er bis auf Sanherib (ll, 141.)keinen wettern König. Es ist bemerkeuswerth, daß der erste Name, dener sodann erwähnt, mit der Bibel übereinstimmt (Senacherib). Alsden letzten König bezeichnet er Sardanapal (II, 150).

In den Denkschriften der Par. Akademie der Zuschriften haben Freretund Sevin versucht, diese alten Autoren in ihren unzähligen Abwei-chungen in Einklang zu sehen. Volney hat in seinen „kcoberekesnnnvellos sur l'bistoire umnenne" viel Licht auf die Chronologie desHe rodet geworfen.

)) lierosi, 61>»läaeorum Iiistoriao guae supersiint. Kck. Hiebt er. Leip-zig, 1825. Vergl. Münter, Religion der Babhlonier. Kopenhagen, 182777) Die Bulgata sagt: 0e teern illn cxressus est Xssur et aeäiüonvitSiioivo»; man liest indessen besser : exressns est in ^.ssur, ging eraus nach Affur. Neuere Entdeckungen in Ninive sprechen für dessenErbauung durch Semiten.