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Erster Band
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eure Knechte und Mägde, und besten Jünglinge und Esel wird ernehmen, und zu seinen Geschäften brauchen"

Da aber das Volk auf seinem Verlangen bestand, wählte Sa-muel ihm den Saul, aus dem Stamme Benjamin, von hohemWüchse und großer Leibesstärke, zum König. Hierauf sprach er zumVolke: „Redet vor mir vor dem Herrn und seinem Gesalbten, obich Jemandes Ochsen oder Esel genommen? ob ich Jemandem Ge-walt oder Unrecht gethan? ob ich von Jemandes Hand ein Gdschenkgenommen: so will ich's heute verachten, und euch wiedergeben."Und nachdem alle erklärt: Du hast uns keine Gewalt noch Unrechtgethan, noch von Jemandes Hand etwas genommen — stellte erihnen nochmals ihr Unrecht vor, besonders den Fehler, welchen siedurch Veränderung ihrer Regierung begingen, und legte seine Rich-terwürde nieder.

Achtes Kapitel.Monarchie.

Saul 1080.

Saul befestigte seinen Thron durch einen Sieg über die Am-moniten, und in das Volk, wenn auch zunächst ein ackerbautreibendesund Heerden weidendes, fährt ein kriegerischer Geist. Er führte eineregelmäßige Waffenordnung ein, züchtigte mehrere Mal die Philisterund dehnte seine siegreichen Züge bis an Euphrat aus. Indessenwar er doch kein absoluter Monarch, sondern, gesalbt von den Pro-pheten, gewissermaßen gewählt vom Volke, sollte er lediglich einstets bewaffneter Heerführer unter den Befehlen Jehovah's, die ihmdurch den Mund Samuel's eröffnet wurden, ohne Hof, festenWohnsitz oder Hauptstadt sein. Dieser letztere schrieb nach dem Ge-setze Mosis die Verfassung des Königreiches nieder, welche im

«) i Kön, rm, ii. u. ff.»») Ib. XU.