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Erster Band
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folger vollendete. — Uebrigens ward auch seine Regierung gegendas Ende hin drückend; die Frauen, welche er nach einander hei-thcte, stifteten Familienintriguen an, und seine letzten Lebensjahrewurden durch Aufstände seiner Söhne betrübt. Er erreichte einAlter von 90 Jahren und hinterließ über 100 Millionen Goldstückeim Staatsschatz *).

Saloinon. 100t.

Aus Liebe zu seinem bevorzugten Weibe Bethsabe, welcheer ihrem Manne genommen hatte, bezeichnete David ihren SohnSalomon, den der Prophet Nathan, der kühne Richter des Kö-nigs, erzogen hatte, zu seinem Nachfolger. Judäa verdankt diesemFürsten die Epoche seines höchsten Glanzes; er übertraf in Wissen-schaft die Orientalen und Egypter er dichtete 3000 Erzählungen,5000 Gesänge, und schrieb über alle Naturgegenstände, von derCeder des Libanon's bis zum Isop. Er tauschte Räthselfragen ausmit andern Herrschern und siegte stets.

Anders als der königliche Schäfer, den sein Schwert und sein Ver-dienst auf den Thron erhoben, erlangte er denselben durch Erbfolge,nachdem er seinen näher berechtigten Bruder Adonias getödtet, unddessen Anhänger, den Hohepriester Abiatar verbannt und den Feld-herrn Jo ad aus dem Wege geräumt hatte. Er führte in Jerusalemallen Pomp einer orientalischen Hofhaltung ein, erbaute sich in derStadt einen Palast, auf dem Berge Libanon ein Lusthaus. DerHandel verschaffte ihm ungeheure Reichthümer. Er schloß ein Bündnißmit dem Könige von Tyrus, zufolge dessen die von David erobertenHäfen am Handel der Südländer Theil nahmen, während seine Schisseihm aus Ophir ***) kostbare Hölzer und Gewürze brachten, auchalle drei Jahre nach Indien fuhren, von wo sie Gold, Silber, El-

*) Nach Michaelis. Zu der Antilensamuilung der pariser (früher königl.)Bibliothek befindet sich der Abguß eines auf dem Berge Olivet gefun-denen sehr alte» Basreliefs, welches Dawid in der Tracht seiner Zeitdarstellt. Sein langes Gewand und seine hohe und eigenthümlich ge-formte Kopfbedeckung sind mir unleserlich gewordenen Schriftlichenbedeckt.

Und die Weisheit Salvmons war größer als die Weisheit aller Morgen-länder und aller Egypter. und er war weiser denn alle Menschen ic.(3. König. IV, 30. 31.)

Nach Brnee (Vovage au.r «oureeg üu diil) ist Ophir Sofala, Tor-si s Melinda.

Santa, Weltgeschichte. I. 19