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Erster Band
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den Grund! Tochter Babplon's, du Verwüsten»! Wohl dem, derdir vergelten wird, was du an uns gethan! Wohl dem, der deinekleinen Kinder nimmt, und sie zerschmettert am Stein" !

Uebrigens hatten die Babplonier die Hebräer keineswegs aller! Rechte beraubt, denn sie ließen ihnen ihre eigenen Richter, wie manaus der Geschichte der Susanna ersieht, erlaubten ihnen auch Bo-denbesitz und ließen sie zu Aemtern zu. Tobias war Schaffnerdes Königs , und die ihm hiedurch gestattete Freiheit benutzteder fromme Mann zur Unterstützung seiner hülfsbedürftigen Brüder.Die Kinder der hervorragendsten Familien wurden am Hofe in allerWissenschaft auf Kosten des Königs erzogen.

Daniel.

Unter diesen war der berühmteste Daniel, welcher enthaltsamund dem Herrn getreu blieb unter allen Lüsten der Götzendiener.Nebuchadnezar wandte ihm seine besondere Gunst zu, und Da-niel, der ihm seine, den chaldäischen Magiern unerklärlichen Träumeauslegte, war das Haupt der Gelehrten Babylon's. Doch aberschmeichelte Daniel keineswegs dem Hochmuthe des Monarchen,ließ sich die Erhaltung des Glaubens angelegen sein und hattekeinen lebhafter» Wunsch, als das Land seiner Väter wieder zusehen; drei Mal betete er darum, drei Mal zu Gott auf dem Dacheseines Hauses, das Antlitz gen Jerusalem gewendet; während dessenweinte Jeremias, der mit den Aermsten des Volks in Palästinazurückgeblieben, auf den Trümmern der heiligen Stadt:

Klagelieder des Jeremias.

„Wie sitzet einsam die Stadt, die so volkreiche: wie eine Wittweist worden die Herrin der Völker; die Fürstin der Länder ist zinsbarworden.... Keiner tröstet sie von allen ihren Lieben, alle ihreFreunde verachten sie, und sind ihre Feinde geworden... Die Wegenach Sion trauern, weil niemand zum Feste kömmt, denn der Herrhat wider sie geredet um der Menge ihrer Missethaten willen. —Weggenommen hat der Herr alle meine Herrlichen aus der Mitte:ausgerufen ein Fest wider mich, meine Auserlesenen zu vertilgen:die Kelter trat derHerr über der Jungfrau, der Tochter Juda'ö. — Der

*) Ps. oxxxvi.

'*) Nach dem griechischen Tcrt. Das Buch Tobias scheint ursprünglichchaldäisch geschrieben und sehr frühe ins Griechische übersetzt wordenzu sein.