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Erster Band
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bekränzten den Todten, in dessen Nähe man Todtengebete oderTrauergesänge anstimmte, wie die Davids über Sank, die desJeremias über den König Josias. Nach Beisetzung des Leich-nams galten die Theilnehmer daran für unrein und mußtenWaschungen vornehmen. Die Trauer war von Fasten begleitet:man aß erst nach Sonnenuntergang und nahm nur Brod, Gemüseund Wasser zu sich; man verließ sieben Tage lang das Gemachnicht, saß auf Asche und gab sich düsterm Schweigen hin, welchesnur Seufzer und die Trauerpsalmen unterbrachen. Am äußerstenEnde der Ebene, nördlich von Jerusalem sieht man noch die Gräberder ansehnlichsten Familien in unterirdischen Grotten ohne alle äußereZier, als sollte dadurch angedeutet werden, an diesem Orte ende alleirdische Eitelkeit. Der Boden des Thales Josaphat ist mit weißenSteinen übersäet; sie bedeuten die Stellen, wo Tausende von He-bräern schlafen, die zu allen Zeiten und aus allen Ländern gen Sionpilgerten, um ihren letzten Hauch auf einem Boden auszuhauchen,den zu erblicken sie ihr Leben lang sich sehnten, welcher das Zielihrer Hoffnungen ist, und welcher die weithin zerstreuten Gliederdieser einst so glücklichen und nun so unglücklichen Nation in demgeheimnißvollen Bande eines so viele Jahrhunderte voll Leiden undVerfolgungen überdauert habenden Glaubens vereinigt.

Reichthümer.

Ihre Monarchen häuften ungeheure Reichthümer an, die sie inTruhen, wie es noch heute im Orient gebräuchlich ist, niederlegten «).David hatte durch Kriegszüge, Tribute, Handel und Ersparnissedie große Summe von 3l8 Millionen Gulden etwa für den Tem-pelban gesammelt. Die hebräischen Könige zogen große Summenaus den Einkünften ihrer Ländereien und der Besteurung der übrigen.Wir erwähnten bereits der großen Einkünfte Salomons; auchheißt es in der heiligen Schrift ausdrücklich, unter seiner Regierunghabe man des gewöhnlich gewordenen Silbers wenig geachtet. Einso großer Reichthum gerieth übrigens dem, Ackerbau und Viehzuchttreibenden Volke weder zum moralischen noch materiellen Nutzen;seine Poesie beweist übrigens durch ihre Bilder, daß es nicht gänz-lich seinen eigenthümlichen Charakter einbüßte, dessen ursprüngliche

') Man wußte zu allen Zeiten von den im Serail zu Constantinopel an-gehäufte» Reichthümern. Der Dey von Algier hatte zur Zeit seinerEntfernung i. 1.1830 100 Millionen in Gold und Silber in seinem Schatze.

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